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Handel direkt 6/2020

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06 REGIONAL HANDEL

06 REGIONAL HANDEL DIREKT | NOVEMBER / DEZEMBER 2020 | #6 ■■Oberbayern Die Zukunft des Handels Fußgängerzone in München: Wie sieht die Zukunft des Einzelhandels nach Corona aus? Wie geht es weiter mit den oberbayerischen Innenstädten und Ortszentren? Wie sieht die Zukunft des Handels in Oberbayern aus? Der HBE-Bezirk Oberbayern hat zusammen mit der BBE Handelsberatung das Dialog-Projekt „Zukunft des Handels und der oberbayerischen Innenstädte“ gestartet. In der ersten Projektphase wurden über 1.500 Haushalte in ganz Oberbayern zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. Die Ergebnisse berücksichtigen bereits die Auswirkungen der Corona-Pandemie und geben interessante Einblicke in das unterschiedliche Verhalten der Kunden in bestimmten Teilgebieten von Oberbayern. In einem nächsten Schritt werden die Umfrage-Ergebnisse nun in verschiedenen Workshops präsentiert und diskutiert werden. Daraus folgen konkrete Handlungsempfehlungen für Handel und Politik in Oberbayern. Ihr Ansprechpartner bei der BBE: Markus Wotruba, E-Mail: wotruba@bbe.de, Tel.: 089 55118-176. ■■Nürnberg Karstadt-Passage wird schöner Die Innenstadt wird aufgewertet: Die mittlerweile in die Jahre gekomme Passage an der U-Bahn-Station Lorenzkirche soll laut Stadtverwaltung endlich aufgehübscht werden. Die Sanierung war Voraussetzung für die Rettung des dortigen Karstadt­ Hauses. HBE-Bezirksgeschäfts führer Uwe H. Werner zeigte sich über die mil lionenschwere Entscheidung der Stadt sehr erfreut: „Auf die Sanierung mussten wir lange warten. Jetzt geht es endlich voran. Die geplante nachhaltige Aufwertung hat positive Auswirkungen auf das gesamte Umfeld von Karstadt.“ In den vergangenen Jahren war der überfällige Umbau immer wieder ■■Weiden Sei ein Lokalshopper „Mit dem Umbau der Passage wird die gesamte Innenstadt attraktiver.“ an der Finanzierung der Sanierungskosten gescheitert. Nun ist jedoch die Stadt Nürnberg für die Passage inklusive Reinigung und Unterhalt zuständig. Dies hat den Weg für den Umbau schließlich frei gemacht. Laut HBE-Bezirksgeschäftsührer Werner ist die städtebauliche Aufwertung der Altstadt auch ein deutliches Signal für die Innenstadt. Duch die Neugestaltung werde die Passage zu einer echten Visitenkarte für die Einkaufsstadt Nürnberg, so Werner. „Die marode Passage wird durch ein ganzes Bündel an Baumaßnahmen in neuem Glanz erstrahlen. Das macht Einkaufen in Nürnberg noch attraktiver.“ Mit der neuen Werbekampagne „Sei ein Lokalshopper – sei ein Lokalgenießer“ haben die örtlichen Einzelhändler eindringlich zum lokalen Einkaufen, Genießen und Erleben aufgerufen. Als „Dankeschön“ für den Einkauf in den regionalen Geschäften vor Ort haben die die Kunden die Möglichkeit, sich in einigen Weidener Betrieben mit der Teilnahme am „Lose ziehen“ belohnen zu lassen und tolle Preise zu gewinnen. Für die Kunden ist die Teilnahme denkbar einfach: Einfach in einem der teilnehmenden Geschäfte einkaufen, Glückslos als Dankeschön erhalten, vor Ort öffnen und Gewinn direkt im Geschäft einlösen. Die Werbekampagne wird u. a. auch vom HBE unterstützt. Der HBE-Ortsvorsitzende Tobias Sonna beteiligt sich mit seinem Geschenke- & Haus haltswaren- Geschäft ebenfalls an der neuen Marketinginitiative, Sonna: „Mit dieser Aktion wollen wir die besondere Bedeutung des lokalen Handels herausgestellen. Wir sichern in Weiden gerade auch in Corona-Zeiten nicht nur die tägliche Versorgung der Bevölkerung, sondern auch viele Ausbildungsund Arbeitsplätze.“ ■■Pfarrkirchen Generationenfreundliches Einkaufen Edeka Heizmann in Pfarrkirchen ist vom HBE-Bezirk Oberpfalz/Niederbayern mit dem Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ ausgezeichnet worden. Das Zertifikat erhalten alle Geschäfte, bei denen der Einkauf für Menschen aller Altersgruppen, Familien, Singles und für Menschen mit Handicap angenehm und barrierearm ist. HBE-Referent Christian Spielvogel übergab die Urkunde an Inhaber Karl Heizmann. Spielvogel: „Kunden schätzen es sehr, wenn sie im Einzelhandel komfortabel einkaufen können. Unser Qualitätszeichen bestätigt Edeka Heizmann diese Leistung und den damit verbundenen Service.“ Das Qualitätszeichen verbürgt Qualität. Tester vor Ort prüfen insgesamt 58 Kriterien ab, darunter 18 sogenannte K.o.-Kriterien, die in jedem Fall positiv beschieden werden müssen. „Generationenfreundlichkeit ist ein Markenzeichen von Edeka Heizmann.“ – HBE- Referent Christian Spielvogel (r.) übergab die HBE- Auszeichnung an Inhaber Karl Heizmann (M.).

HANDEL DIREKT | NOVEMBER / DEZEMBER 2020 | #6 REGIONAL 07 ■■Weisendorf Bierverkauf für einen guten Zweck Die dringend nötige Renovierung der evangelischen Kirche in Weisendorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt) kostet rund 800.000 Euro. Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt wählte einen ungewöhnlichen Weg und ließ kurzerhand ein „Renovierungsbier“ von der Privatbrauerei Hofmann aus Pahres brauen und abfüllen. Unter dem Label „Lass die Kirche im Dorf“ wird es in den Rewe-Märkten Weisendorf und Dechsendorf von Matthias Zwingel verkauft. Zwingel ist langjähriger HBE-Vizepräsident und unterstützt die orginelle Aktion von Pfarrer Lechner-Schmidt aus vollem Herzen. „Das ist eine ganz pfiffige Idee, die ich gerne unterstütze. Jeder Betrag wird helfen, das Ziel der Renovierung der Kirche in Weisendorf zu erreichen“, so Zwingel. Pro Kasten Bier gehen zwei Euro für die Renovierung an die Kirchengemeinde. Auch die regionale Politik unterstützt die kreative Aktion. Zwingel: „Eine ganz tolle Aktion!“ ■■Aschaffenburg Parken wird ab 2021 deutlich teurer ■■München Am Black Friday lieber Gutes tun Münchens „Erste Häuser“ (Hirmer, Hugendubel, Kustermann und Sporthaus Schuster) haben am weltweit bekannten „Black Friday“ zum dritten Mal in Folge ein klares Zeichen für ein solidarisches Miteinander gesetzt. Für die Familienunternehmen ist soziales Engagement eine Herzensangelegenheit. Anstelle von „lautstarken, medial überhöhten Konsumaktionen und künstlich erzeugten Rabattschlachten im Handel“ spendeten die Traditionshäuser am 27. November im Rahmen einer gemeinsamen Aktion einen Teil ihrer Tagesumsätze an die Münchner „Gesellschaft macht Schule“. Die Stiftung (www. gesellschaft-macht-schule.de) setzt sich für mehr Chancen von Kindern und Jugendlichen mit herkunftsbedingten Bildungsnachteilen ein. Sie sieht sich intensiver denn je in der Pflicht, Angebote für Kinder und Jugendliche zu entwickeln, die das Selbstwertgefühl stärken, Talente fördern und Werte des Miteinanders vermitteln. Der „Better Friday“ der Münchner Traditionsunternehmen hatte auch diesmal nach dem Motto „Lieber Gutes tun!“ dazu aufgerufen, sich sozial zu engagieren. ■■Hof Hof-Galerie Die nahezu unendliche Geschichte geht in eine neue Runde: Die Pläne für die Hof-Galerie liegen vorerst auf Eis. Der Investor hat wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie einen Rückzieher von seinem ursprünglichen Konzept gemacht. Jetzt könnte möglicherweise mehr Raum für Wohnungen bleiben. Auf 12 000 Quadratmeter Einkaufsfläche auf dem Strauß-Areal sollten eigentlich etwa 40 Geschäfte entstehen. HBE-Bezirksgeschäftsführerin Sabine Köppel: „Mit weniger Einzelhandelsfläche und mehr Wohnraum in der Innenstadt können wir leben. Das Schlimmste ist die Ungewissheit und der Stillstand. Es gab Straßensperrungen, die in der nächsten Umgebung zum Baugelände einige Händler massiv unter Druck gesetzt haben, da die Kunden die Geschäfte kaum erreichen konnten.“ Die ganze Situation beeinträchtige die umliegenden Geschäfte sehr. ■■Neumarkt Achatz wiedergewählt Er engagiert sich seit vielen Jahren beim HBE als Vizepräsident und als Vorsitzender des HBE-Bezirks Oberpfalz/Niederbayern. Sein Blick gilt aber immer auch Neumarkt. Hier hat er sein Geschäft und hier setzt er sich vor Ort als HBE-Kreisvorsitzender für die Belange des Handels ein. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass sich Achatz auch beim örtlichen Stadtmarketingverein „Aktives Neumarkt“ einbringt. Bei den jüngsten Wahlen wurde er erwartungsgemäß in den erweiterten Vorstand wiedergewählt. Ab dem kommenden Jahr müssen Parker in Aschaffenburg deutlich tiefer in die Tasche greifen. (Symbolbild). Es ist - gerade auch in Zeiten der Corona- Pandemie - ein vollkommen falsches Signal: Das Parken in Aschaffenburg wird deutlich teurer. Für den innerstädtischen Einzelhandel ist dies eine sehr schlechte Nachricht. HBE-Ortsvorsitzender Michael Kahl kann nur mit dem Kopf schütteln: „Mit einer solchen Maßnahme vermiest man den Kunden einen Besuch in der Aschaffenburger Innenstadt. Durch Corona sinken die Kundenfrequenzen und die Umsätze. Eine Erhöhung der Parktarife ist daher die vollkommen falsche Entscheidung.“ Zu einer attraktiven Einkaufsstadt gehören laut Kahl auch moderate Parktarife. Ab Januar 2021 zahlen Autofahrer in den städtischen Parkhäusern und Tiefgaragen in der ersten Stunde 1,50 Euro statt 1,20 Euro, für die zweite Stunde 3 Euro statt 2,40 Euro. Außerdem wird sich die Zahl der Freiminuten nach der Einfahrt von jetzt 20 auf dann 10 Minuten verringern. Stadtwerke-Kunden können mit ihrer Kundenkarte allerdings 30 Minuten frei parken. REGIONAL Wir sind für Sie vor Ort!

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