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Handel direkt 6/2019

06 REGIONAL HANDEL

06 REGIONAL HANDEL DIREKT | NOVEMBER / DEZEMBER 2019 | #6 ■■München Erfolgreich über Ebay verkaufen HBE-Mitglieder bekamen in dem Seminar wertvolle Tipps für einen erfolgreichen Verkauf über Ebay. Mit jährlichen Wachstumsraten von etwa zehn Prozent ist der Online-Handel das Zugpferd des Handels. 53,4 Milliarden Euro wurden 2018 deutschlandweit im Internet umgesetzt. Stationäre Händler können an dieser Entwicklung durch Marktplätze wie Ebay teilhaben und profitieren. Mit „Local Heroes“ hat Ebay eine neue Initiative gestartet, um es für lokale Händler noch einfacher zu machen, sich zukunftsfähiger aufzustellen. Präsentiert wurde diese Initiative in einem HBE-Seminar in München. Den Unternehmen wurde gezeigt, welche Möglichkeiten Ebay bietet und welche Strategien es für einen erfolgreichen Online-Verkauf gibt. HBE-Referent Martin Wallner: „Auch in Bayern nutzen immer mehr Händler Ebay als Verkaufsplattform, um ihr Geschäft auszubauen und Umsätze zu steigern. Denn über Ebay erreicht man auch als kleines Unternehmen über 170 Millionen Käufer in 190 Ländern.“ In dem Seminar wurde gezeigt, wie Unternehmen Schritt für Schritt mit Ebay ins internationale Geschäft einsteigen können. REGIONAL Wir sind für Sie vor Ort! ■■Lauf Reduzierte Anlieferzeiten vom Tisch Bei der Laufer Fußgängerzone bleibt vorerst alles beim Alten: Die Beschränkung der Zufahrtszeiten für den Lieferweg zur Fußgängerzone ist zunächst einmal auf Eis gelegt. Nach massiver Kritik an einem entsprechenden Beschluss des Bauausschusses hat der Stadtrat das umstrittene Vorhaben erst einmal vertagt. Zuvor hatte sich der HBE-Ortsvorsitzende Jürgen Oriold in Gesprächen mit den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen für eine Rücknahme der Lieferzeitenbeschränkung ausgesprochen. Oriold: „Der Liefer- und Serviceverkehr des Einzelhandels braucht ein ausreichendes Zeitfenster zur Einfahrt in die Fußgängerzone am Oberen Marktplatz. Die Geschäfte müssen sich auf eine zuverlässige Belieferung verlassen können.“ Die Verwaltung will jetzt zunächst einmal mit den betroffenen Anliegern sprechen, um dann ein Maßnahmenpaket zu beschließen. Oriold zeigte sich über das Einlenken des Stadtrates erfreut. Hintergrund für die Beschränkung der Zufahrtszeiten in die Fußgängerzone ist die zunehmende Zahl von Autofahrern, die das Fahrverbot ignorieren. Dies gefährdet die Sicherheit der Fußgänger. Der Bauausschuss wollte die Lieferzeiten in der Barth- und Hersbrucker Straße sowie in der Lukasgasse und am Oberen Marktplatz auf 5-10 Uhr (montags bis freitags) und samstags auf 5-9 Uhr beschränken. Dies wären montags bis freitags drei Stunden weniger als die bisherige Regelung aus dem Jahr 2000. Für viele Gewerbetreibende haben jedoch schon die bestehenden Lieferzeiten kaum ausgereicht. Als weitere Maßnahme hatte der Bauausschuss die Installation von versenkbaren Pollern am Oberen Marktplatz beschlossen. Diese hätten dann nur Zufahrtsberechtigte per Chip oder Transponder im Boden versenken können. ■■Bayreuth Vorbeugend schützen Neben bekannten Delikten wie Ladendiebstahl oder Einbruch ist auch das Internet ein Ort krimineller Aktivitäten. Betroffen sind nicht nur große Unternehmen oder Händler mit Online-Shop, auch rein stationäre und kleine Händler werden zunehmend Opfer gezielter Attacken mit hohem finanziellen Schaden. Auf dem HBE-Sicherheitstag in Bayreuth zeigten Polizei und Experten, wie sich Händler vor - beugend schützen und für einen möglichen Schadensfall absichern können. HBE-Geschäftsführer Thorsten Becker: „Das Spektrum an Betrugsmaschen erstreckt sich von Zahlungsmittelbetrug bis hin zu Betriebsausfällen durch Hackerangriffe. Aber auch Einbrüche und organisierter Bandendiebstahl nehmen zu.“ So ist z. B. die Zahl der Ladendiebstähle auch in Oberfranken weiter auf einem hohen Niveau. Becker: „Unehrliche Kunden haben 2018 im oberfränkischen Handel Waren im Wert von 26,5 Millionen Euro mitgehen lassen. Damit hat der Schaden durch Ladendiebe eine neue Rekordhöhe erreicht.“ Außerdem ist die Zahl der Firmeneinbrüche im Einzelhandel weiter gestiegen. Becker: „Viele Geschäftsinhaber machen es Einbrechern leider zu einfach, da die verwendete Sicherheitstechnik oft völlig veraltet ist.“ ■■München HBE wirbt auf Jobfit für den Handel Fast 200 Aussteller der unterschiedlichsten Branchen waren auf der diesjährigen IHK-Jobfit präsent. Mit dabei auf der Ausbildungsmesse in den Eisbach Studios war auch der HBE, um die breite Palette der attraktiven Ausbildungsmöglichkeiten im Einzelhandel vorzustellen. Madeleine Riedl (HBE): „Viele Jugendliche wissen gar nicht, welche Chancen der Handel bietet. Auf solchen Veranstaltungen kann man in persönlichen Gesprächen ausführlich informieren und Ladendiebstahl, Einbruch und Internetkriminalität standen im Mittelpunkt des oberfränkischen HBE-Sicherheitstages. für unsere Branche werben.“ Auf der Jobfit wurde über Ausbildungsplätze, Praktika und die Möglichkeit des dualen Studiums informiert. Außerdem konnten sich die Besucher über Vorträge und Workshops freuen. Riedl: „Der Erfolg eines Einzelhändlers steht und fällt mit der Qualität seiner Mitarbeiter. Und in Zeiten des Fachkräftemangels suchen viele Betriebe oftmals vergeblich nach Auszubildenden. Deshalb ist es wichtig, dass der HBE auf der Jobfit präsent ist.“

HANDEL DIREKT | NOVEMBER / DEZEMBER 2019 | #6 ■■München Treffpunkt 12 mit Wirtschaftsreferent Baumgärtner REGIONAL 07 Die Erreichbarkeit des innerstädtischen Einzelhandels stand im Mittelpunkt der HBE-Veranstaltung „Treffpunkt 12“ in München. HBE-Präsident Ernst Läuger und HBE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff konnten dazu den Wirtschaftsreferenten der Landeshauptstadt München, Clemens Baumgärtner, begrüßen. Läuger: „Die Verfügbarkeit von ausreichend Parkraum in Innenstadtnähe ist einer der wichtigsten Standortfaktoren für den Einzelhandel.“ Die Diskussion über Parkplätze und eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs werde derzeit ideologisch geführt. Läuger: „Leider wird auch in München der Pkw oft genug als Hauptschuldiger für die Verkehrsprobleme verantwortlich gemacht. Restriktive Maßnahmen, wie z. B. die Streichung von Parkplätzen, sind der falsche Weg.“ Gemeinsam für den Wirtschaftsstandort München (v.l.): HBE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff, Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München und HBE-Präsident Ernst Läuger. ■■Regensburg Die Zukunft des Handels ■■Augsburg Azubi-Training Eine Ausbildung zu beginnen, heißt auch Verantwortung zu übernehmen. Im beruflichen Umfeld werden zunehmend bestimmte Verhaltens- und Umgangsformen, sogenannte „Social Skills“ erwartet, die nicht immer im Elternhaus oder in der Schule vermittelt werden können. Doch darf ich beim Start in den „Ernst des Lebens“ zum Lachen nur noch in den Keller gehen? Was erwarten Vorgesetzte, Kollegen und Mit-Azubis von mir? In einem Azubi-Knigge- Training des HBE in Kempten wurden neue Auszubildende mit Spaß und Empathie für verschiedene Training für den Berufsalltag: Azubi-Knigge-Veranstaltung des schwäbischen HBE in Kempten. Situationen im betrieblichen Umfeld sensibilisiert. Weitere Themen waren u. a. „Launenmanagement“, Teamarbeit und Feedbackregeln. E-Commerce-Tag in Regensburg (v.l.): Michael Surner (Ausbildungsberater IHK), OStRin Astrid Birchinger (Berufsschule Regen) und HBE-Referent Christian Spielvogel. Wie sieht der (digitale) Handel der Zukunft aus? Diese Frage wurde auf dem E-Commerce-Tag 2019 in Regensburg beantwortet. Online-Händler, Hersteller, Dienstleister und alle am E-Commerce Interessierten erhielten gebündeltes Expertenwissen zu allen relevanten Themen rund um die Digitalisierung des Handels. HBE-Referent Christian Spielvogel und IHK-Ausbildungsberater Michael Surner informierten gemeinsam über den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce. Spielvogel: „Mit dem maßgeschneiderten dualen Ausbildungsberuf wird eine neue, auf digitale Geschäftsmodelle ausgerichtete kaufmännische Qualifikation angeboten. Dies ist eine solide und breite Basis für den Fachkräftenachwuchs.“ Über den neuen Lehrplan berichtete auch die Fachbetreuerin von der Berufsschule, OStRin Astrid Birchinger. Veranstalter des E-Commerce-Tages waren ibi research an der Universität Regensburg und das Kompetenzzentrum Handel. ■■Würzburg Deutliche Kritik der Wirtschaft am Radbeschluss Mit deutlicher Kritik hat der unterfränkische HBE auf den Grundsatzbeschluss des Stadtrates zur Förderung des Radverkehrs reagiert. HBE-Bezirksgeschäftsführer Volker Wedde schüttelt den Kopf: „Der Beschluss trifft insbesondere die innerstädtischen Händler aber auch die Dienstleister und das Gastgewerbe hart.“ So würden bereits heute zahlreiche Menschen aus dem Umland und aus den Stadtteilen über eine immer schlechtere Erreichbarkeit klagen. In Würzburg sollen laut Grundsatzbeschluss „Der Beschluss trifft die innerstädtischen Händler hart.“ bis 2025 unter anderem Straßen ohne Tempo-30- Limit 2,30 Meter breite Radwege erhalten. Insgesamt werden radfreundliche Maßnahmen Priorität bekommen, gegebenenfalls zu Lasten des Autoverkehrs. Wedde befürchtet mit dieser Neuausrichtung der Würzburger Verkehrspolitik, dass es zu einem Verkehrsinfarkt kommt. „Es werden aktuell die falschen Impulse in Sachen Verkehrsplanung gesetzt. Wir fordern seit Jahren von der Stadt ein durchdachtes Verkehrskonzept mit einem gut ausgebauten ÖPNV.“

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