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Handel direkt 4/2022

08 BAYERN HANDEL DIREKT

08 BAYERN HANDEL DIREKT | JULI / AUGUST 2022 | #4 ■■Bayern Jetzt anmelden: Tag des Handels 2022 Der HBE setzt in diesem Jahr seine erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Tag des Handels“ hybrid fort. Am 19. Oktober werden wieder Strategien und Konzepte für den Handel von morgen präsentiert. Zudem besteht ausreichend Gelegenheit, sich über aktuelle Themen auszutauschen. HBE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff: „Wir freuen uns auf eine kurzweilige und informative Veranstaltung und auf einen regen Austausch vor Ort sowie im Livestream per Chat.“ Der Tag des bayerischen Handels 2022 findet statt am Mittwoch, 19. Oktober, ab 14 Uhr im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München. Die Veranstaltung wird auch online via Livestream übertragen. Hinweis: Für die Teilnahme vor Ort steht nur ein begrenztes Kontingent zur Verfügung! Der Innovator und Entrepreneur Frank Rehme präsentiert unter dem Motto „Was stört, ist der hybride Kunde!“ die sechs besten Strategien, die Kunden von morgen effektiv zu vergraulen. Rehme gilt als einer „Eine kurzweilige und informative Veranstaltung, die zudem ausreichend Zeit für den Austausch bietet.“ Wolfgang Puff, HBE-Hauptgeschäftsführer der wichtigsten Vordenker im Bereich Innovation und Zukunftsgestaltung für den Handel. Als Unternehmer, Strategieberater, Speaker und Managementcounsel zeigt und erarbeitet er praxisgerechte Antworten auf die Fragen der Zukunft. Er ist Mitgründer des Informationsdienstes www.zukunftdeseinkaufens.de und Geschäftsführer des Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Handel. Der ehemalige Innovationsmanager der Metro Group kennt daher die Omni-Channel-Herausforderungen nicht nur technologisch, sondern kann diese auch unter neurowissenschaftlichen Gesichtspunkten ganzheitlich bewerten. ■■Steinwiesen Runder Geburtstag: 100 Jahre Fritzla Der Fritzla in Steinwiesen (Landkreis Kronach) ist seit 1922 eine feste Institution. Der erste privat geführte Dorfladen in ganz Deutschland feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Der Pilot und Keynote Speaker Philip Keil hat für seinen kurzweiligen Vortrag die Überschrift „Crash oder Punktlandung? Das Team macht den Unterschied!“ gewählt. Keil weiß aus Erfahrung, dass Fliegen vor allem Eines ist: Teamwork. Keil: „Was ist das Geheimnis agiler Teams? Ihre Vielfalt! Jenseits starrer Hierarchien ermöglichen unterschiedliche Rollen, Blickwinkel und Erfahrungen, schnell vonein ander zu lernen und als Gemeinschaft zu agieren.“ Hier geht die Luftfahrt neue, unkonventionelle Wege. Keil öffnet am Tag des Handels seine „Cockpit-Tür“ und gewährt den Teilnehmern außergewöhnliche Einblicke in eine Teamkultur des Vertrauens und der Eigeninitiative. Dieser mehrfach ausgezeichnete Impulsvortrag denkt Leadership neu – spannend und mit konkreten Tools aus der Praxis für die Praxis. Keil: „Ich werde zeigen, woran Teams scheitern und welche Tools jeder Kapitän kennen sollte.“ Informationen zum Tag des Handels 2022 finden Sie online unter www.hv-bayern.de/tagdeshandels. Alle HBE-Mitgliedsunternehmen erhalten selbstverständlich rechtzeitig eine Einladung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre HBE-Ansprechpartnerin: Tatjana Sauer, E-Mail: sauer@hv-bayern.de, Tel.: 089 55118-111. Auf 180 qm erwartet die Kunden in Steinwiesen ein frischeorientiertes Sortiment an Lebensmitteln, Feinkost, Getränken, Weinen und Spirituosen. Geschäftsinhaber Wieland Beierkuhnlein führt das Geschäft Fritzla nun schon in der dritten Generation. Als Gemischtwarenladen war er früher bekannt und man bekam alles, vom Nähgarn bis zum frisch gelieferten Obst. Heute ist es vor allen Dingen ein Geschäft, das den täglichen Bedarf an Nahrung, Reinigungs- und Hygieneartikeln, frischem Obst und Gemüse deckt und vor allen Dingen mit freundlichen und zuvorkommenden Mitarbeiterinnen punkten kann. Geschäftsinhaber Wieland Beierkuhnlein (r. mit seinen Enkelkindern), HBE-Bezirksvorsitzende Sabine Köppel (M.) und Johannes Fehn (HBE-Kreisvorsitzender Kronach). Die Vereinigung der Bürger und Dorfläden in Deutschland hat Beierkuhnlein jetzt bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung „5 Sterne Dorfladen“ verliehen. Von einer Jury bewertet werden dabei Wirtschaftlichkeit, Sortimentsvielfalt, Teambildung/Motivation, Ideen/Marketing und Netzwerkarbeit. Beierkuhnlein: „Hinter diesen nüchternen Begriffen stehen Menschen. Menschen wie unser Team, das sich durch seine Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und sein soziales Engagement einen Namen bis weit über die Region gemacht hat. Der Fritzla steht für Qualität, Regionalität und Miteinander.“ Und HBE-Kreisvorsitzender Johannes Fehn ergänzt: „Der Fritzla ist seit vielen Jahrzehnten ein Zeichen dafür, dass auch kleine Läden in den Ortskernen sehr wohl überleben können.“

HANDEL DIREKT | JULI / AUGUST 2022 | #4 BAYERN 09 ■■Bayern Bayerische Innenstädte sind unterschiedlich durch die Corona-Krise gekommen Maskenpflicht in den Innenstädten und 2G/3G-Regelungen haben besonders den innerstädtischen Einzelhandel in eine bedrohliche Schieflage gebracht. Foto: © Veselin - stock.adobe.com. Wie stehen die Innenstädte nach der Pandemie da? Zur Bewertung der Situation hat das Bayerische Wirtschaftsministerium eine Online-Befragung vorgenommen. Ergebnis: Die Cities sind sehr unterschiedlich durch die Corona-Krise gekommen. Gut die Hälfte der Innenstädte wurde stark getroffen und kämpft mit Leerständen. Aber auch die anderen Standorte unternehmen große Anstrengungen, um auf das Vorkrisen-Niveau zu kommen. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Dabei unterstützen wir sie mit zahlreichen Förderprogrammen. Nahezu alle interessierten Städte konnten hiervon profitieren.“ Während die eine Hälfte der Befragten die Auswirkungen der Pandemie auf das Innenstadtgeschehen als stark oder eher stark einschätzt, wertet die andere Hälfte der Befragten die Auswirkungen als eher gering oder gering. Rund 50 Prozent der Befragten melden Leerstände in zentralen Lagen und haben mit größeren und langanhaltenden Leerständen zu kämpfen. Vor allem kleinere Städte sind hiervon betroffen. Zur Unterstützung des Handels und Gewerbes in der Corona-Krise ermöglichten die Städte insbesondere eine kostenlose und erweiterte Nutzung des öffentlichen Raums für Händler und Gewerbetreibende und erließen Sondernutzungsgebühren. Zu den weiteren Maßnahmen gehörten: das Schaffen von ausreichend Parkmöglichkeiten „Gut die Hälfte der bayerischen Innenstädte wurde stark getroffen und kämpft mit Leerständen.“ Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister. Foto: StMWi/R.Kerl bzw. Fahrradabstellmöglichkeiten, die Beleuchtung, Begrünung und Möblierung des öffentlichen Raums, WLAN-Hotspots im öffentlichen Raum, Wochenmärkte bzw. Marktsonntage, Werbung in analogen Medien und Gutscheinsysteme. Auch Veranstaltungen sind ein besonders beliebtes Mittel zur Belebung der Innenstädte. Der Freistaat Bayern legte zahlreiche Förderprogramme zur Unterstützung der Kommunen bei der Belebung der Innenstädte auf. Diese Programme kamen bei den Kommunen gut an. 85 Prozent der Städte haben sich auf ein Förderprogramm im Bereich Innenstadtentwicklung beworben. Die Umfrage ergab, dass neun von zehn Bewerbern hierbei erfolg­ reich waren. „Wir nutzten die Befragung auch als Instrument, um uns Anregungen von den Praktikern vor Ort einzuholen und so unsere Unterstützungsmaßnahmen möglichst praxisnah und effektiv zu machen“, fasst Aiwanger die Ergebnisse der Befragung zusammen. Alle Ergebnisse der Befragung der bayerischen Städte sind hier abrufbar: www.stmwi.bayern.de/publikationen/detail/befragung-innenstaedte-situationnach-corona/ Da große Teile des bayerischen Einzelhandels nach wie vor nicht das Umsatzniveau der Zeit vor Corona erreichen, fordert auch der HBE weitere Anstrengungen für attraktive Stadtzentren. Denn gerade die Händler in den Innenstadtlagen haben massiv zu kämpfen. Die Kundenfrequenzen erreichen in den Stadtzentren immer noch nicht das Vorkrisenniveau. In der Folge kommen vor allem die Hauptgeschäftslagen, deren Geschäftsmodell auf hohe Kundenzahlen ausgerichtet ist, nur sehr langsam aus dem Krisenmodus. Der Handelsverband Deutschland (HDE) setzt sich deshalb für ein Sonderprogramm zur Innenstadtentwicklung mit jährlich mindestens 500 Millionen Euro für eine Laufzeit von fünf Jahren ein. Auf diesem Weg sollen unter anderem innovative Konzepte und städtebauliche Maßnahmen zur Attrak tivitätssteigerung und Modernisierung bestehender und neuer Ladengeschäfte sowie Gastronomie-, Kultur-, Bildungs-, Freizeit- und Sozialeinrichtungen gefördert werden. Zudem fordert der HDE die Einführung von Sonderabschreibungen für Investitionen in Innenstädten. Handel direkt gibt’s auch als E-Paper! www.hv-bayern.de/handeldirekt

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