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Handel direkt 3/2021

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06 REGIONAL HANDEL

06 REGIONAL HANDEL DIREKT | MAI / JUNI 2021 | #3 ■■München Erneute Wiesn-Absage Nicht nur hochwertige Dirndl und Lederhosen sorgen zur Wiesn-Zeit im Münchner Einzelhandel für einen Umsatzschub. Es kam nicht wirklich überraschend: Zum zweiten Mal in Folge ist das Oktoberfest wegen der Corona- Krise abgesagt. Eine vernünftige und berechtigte Entscheidung, die aber den Einzelhandel hart trifft. In Zeiten, in denen besonders die Innenstadt unter den Folgen der Pandemie zu leiden hat, ist die Absage des größten Volksfests der Welt ein harter Schlag. Auf einen Gesamtumsatz von über 1,2 Milliarden Euro kommt die Wiesn – ein nicht unerheblicher Teil davon entfällt auf den Handel. Der Verkauf von Dirndl und Lederhosen macht für viele Geschäfte einen nicht unerheblichen Anteil am Jahresumsatz aus. Schätzungen gehen davon aus, dass der gesamte Einzelhandel in München einen dreistelligen Millionen-Umsatz durch das Oktoberfest erzielt. Außerdem kann sich München als Welteinkaufsstadt präsentieren. Das Oktoberfest ist allein aus Marketing- und Imagegründen für den Handel von enormer Bedeutung. ■■Aschaffenburg Gesucht: Ideen für die Innenstadt Auch in Bayern sind die Innenstädte in den letzten Jahren unter Druck geraten. Die Corona- Krise hat diese Entwicklung massiv verschärft. In Aschaffenburg suchen deshalb alle ■■Fürth Innenstadt muss erreichbar sein Für den neuen HBE-Ortsvorsitzenden Wolfgang Bauereiß ist die Erreichbarkeit der Innenstadt eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahre. Damit Fürth sich in der Region gegenüber Erlangen und Nürnberg als Einkaufsstadt bei den Kunden behaupten kann, brauche man jedoch auch ausreichend zentrumsnahe Parkplätze. Der Autokunde habe immer noch den mit Abstand höchsten Durchschnittsbon im Handel und „Wir brauchen endlich einheitliche Ladenöffnungszeiten in der Innenstadt.“ innerstädtischen Akteure nach Ideen und Konzepten, um die City attraktiver und lebendiger zu gestalten. HBE-Kreisvorsitzender Michael Kahl begrüßt daher auch die Einkaufsgutschein-Aktion des Klinikums Aschaffenburg- Alzenau: „Eine Super-Idee und die Resonanz ist mit über 70 teilnehmenden Firmen und Geschäfte sehr gut.“ Das Klinikum schenkt seinen Mitarbeitern aus Dank für die gute Arbeit in der Pandemie insgesamt 2.000 Einkaufsgutscheine (Wert je 30 Euro). Damit sollen zugleich auch der örtliche Einzelhandel und die Gastronomie unterstützt werden. Laut Kahl könnte sich aus dieser einmaligen Aktion im besten Fall ein „Aschaffenburger Einkaufsgutschein“ entwickeln. Um die Einkaufsstadt Aschaffenburg in der ganzen Region für Kunden und Besucher attraktiver zu machen, benötige man aber weitere Ideen und ein langfristiges Konzept. Einen Vorschlag hat der HBE-Kreisvorsitzende schon: In der Innenstadt müssten sich die Geschäfte endlich auf einheitlichere Ladenschlusszeiten einigen. sei deshalb von besonderer Wichtigkeit für die Branche. Die Innenstadt kann nur Lebendigkeit und Attraktivität über die Stadtgrenzen hinaus ausstrahlen, wenn die Geschäfte auch bequem und schnell zu erreichen seien. Pläne, die Fürther Freiheit autofrei zu machen, hatten die Wirtschaft in der Vergangenheit alarmiert und für hitzige Diskussionen gesorgt. Dieses umstrittene Vorhaben hatte die Stadt wegen der Folgen der Corona-Pandemie zuletzt jedoch bis 2024 zurückgestellt. Wolfgang Bauereiß ist Nachfolger von Gerd Wagner, der nicht mehr für das Amt als HBE-Ortsvorsitzender in Fürth kandidiert hatte. Bauereiß war zuvor bereits stellvertretender HBE-Ortsvorsitzender. ■■Regensburg Erste-Hilfe-Kurse für HBE-Mitglieder Jeder Einzelhändler muss in seinem Unternehmen einen ausgebildeten Ersthelfer haben. Unternehmen mit mehr als 20 Angestellten müssen fünf Prozent der Belegschaft als Ersthelfer ausbilden lassen. Auch der HBE-Bezirk Oberpfalz/Niederbayern bietet wieder gemeinsam mit der Johanniter- Unfall- Hilfe die vorgeschriebene Ersthelfer-Ausbildung an. HBE-Bezirksgeschäftsführer Günter Hölzl: „Unser Angebot stößt auf große Resonanz bei unseren Mitgliedern. Die Kurse sind fast immer schnell ausgebucht.“ Der kostenlose Erste-Hilfe-Kurs ist für Anfänger und zur Auffrischung (alle zwei Jahre vorgeschrieben!) geeignet. Kosten fallen für Mitgliedsunternehmen nicht an. Ein Tipp: da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine frühzeitige, verbindliche Anmeldung empfehlenswert. Für den Fall der Fälle: Erste-Hilfe-Kurs für HBE-Mitgliedsunternehmen in Regensburg. Die kompetenten Trainer der Johanniter-Unfall-Hilfe machen die Teilnehmer fit in Erster Hilfe.

HANDEL DIREKT | MAI / JUNI 2021 | #3 REGIONAL 07 ■■Oberpfalz/Niederbayern Josef Achatz wiedergewählt Bei den Ehrenamtswahlen auf der Online- Delegiertentagung des HBE-Bezirks Oberpfalz/ Niederbayern gab es erwartungsgemäß keine großen Überraschungen. Josef Achatz aus Neumarkt wurde in seinem Amt als Bezirksvorsitzender bestätigt. Er wurde von den Delegierten einstimmig wiedergewählt. Achatz vertritt damit für weitere fünf Jahre die Interessen des ostbayerischen Einzelhandels gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Er steht seit 2003 an der Spitze des HBE-Bezirks Oberpfalz/ Niederbayern. Stellvertretende Bezirksvorsitzende bleibt Elisabeth Krauth. Neu gewählte Schatzmeisterin ist Juliane Lang. Die weiteren Vorstandsmitglieder (alle wiedergewählt): Thomas Eichenseher, Martin Erdl, Wolfgang Holzapfel, Peter Schödlbauer und Tobias Sonna. Außerdem sind Manfred Göhl und Hans-Jürgen Honner erstmals in den Vorstand des HBE-Bezirks Oberpfalz/Niederbayern gewählt worden. ■■Würzburg Unverpackt und müllfrei einkaufen ■■Lichtenfels Stabwechsel beim HBE Der scheidende HBE-Kreisvorsitzende Roberto Bauer (M.) wird von HBE-Bezirksgeschäftsführerin Sabine Köppel (r.) und seinem Nachfolger Christian Werner (l.) verabschiedet. Seit fast einem Vierteljahrhundert hat sich Roberto Bauer als HBE-Kreisvorsitzender für den Einzelhandel im Landkreis Lichtenfels engagiert, jetzt hat er das Ehrenamt nach 22 Jahren abgegeben. Für seinen unermüdlichen Einsatz für die Belange des Handels ist Bauer bei seiner Verabschiedung von HBE- Bezirksgeschäftsführerin Sabine Köppel mit der goldenen Ehrennadel des Handelsverbands Bayern ausgezeichnet worden. Köppel: „Roberto Bauer ist ein Beispiel für großes Engagement und aufwändigen Einsatz für den Einzelhandel. Er hat immer wieder mit Nachdruck und Kompetenz die Bedeutung des Handels für die Nahversorgung der Bevölkerung und für attraktive und lebendige Innenstädte aufgezeigt.“ Bauer war laut Köppel für seine Kollegen, die Politik, Verwaltung und die Presse immer ein gefragter Ansprechpartner. Köppel: „Zu einer erfolgreichen Politik für den Handel gehören natürlich nicht nur großer Sachverstand und hervorragendes Fachwissen. Dazu gehören vor allen Dingen auch eine große Portion Herzblut und vor allem aber Erfahrung sowie manchmal auch gutes Sitzfleisch.“ Bauer habe seine ehrenamtliche Arbeit beim HBE immer mit Elan, Hingabe und Begeisterung gemacht und dafür, so Köppel, verdiene er „volles Lob und uneingeschränkte Anerkennung.“ Nachfolger von Bauer als HBE-Kreisvorsitzender ist Christian Werner (Edeka Werner). ■■München Initiative von Kustermann Auf dem Kundenparkplatz von Kustermann am Viktualienmarkt steht nun auch ein Testbus der Firma deintestbus.de für kostenlose PoC-Antigen-Schnelltests. Durch die flexiblen Strukturen und Kapazitäten ist sichergestellt, dass es zu keinen Warteschlangen kommt und die Tests mit Zertifikat in ca. 15 Minuten schnell und unkompliziert durchgeführt und ausgewertet werden. Kustermann-Geschäftsführer Caspar-Friedrich Brauckmann: „Mit der Flächenbereitstellung für diesen Testbus möchten wir einen Beitrag zur Erweiterung der Testmöglichkeiten im Münchner Innenstadtbereich leisten. Er steht nicht nur täglich unseren Gästen und Mitarbeitern zur Verfügung, sondern richtet sich an alle, die verantwortungsvoll handeln und ein gutes Sicherheitsgefühl haben möchten.“ Das Label „Einmal ohne, bitte“ soll jetzt auch in Würzburg einen Beitrag zur Abfallvermeidung liefern. Foto: Zsofia Mia Molnar Der Verpackungsmüll soll reduziert werden. Das ist das Ziel der Kampagne „Einmal ohne, bitte“, die jetzt auch in Würzburg gestartet ist. Neben der Stadt unterstützt auch der HBE diese Initiative. HBE-Bezirksgeschäftsführer Volker Wedde: „Die teilnehmenden Geschäfte können ihr Image aufwerten, indem sie auf Kundenwünsche eingehen und dadurch ihre Servicequalität erhöhen.“ Die Händler weisen mit Aufklebern darauf hin, dass Kunden bei ihnen Lebensmittel und Gerichte auch unverpackt bekommen können. Dazu sollen sie eigene Frischhalteboxen oder ähnliches zum Abholen mitbringen. Dem Einzelhandel soll durch das Projekt der Einstieg in den Verkauf von Lebensmitteln ohne Verpackungen vereinfacht werden. Falls Händler diesen Service bereits anbieten, werden sie in ihrer Arbeit unterstützt. Nach Angaben der Umweltstation Würzburg ist das Müllaufkommen in der Stadt allein im vergangenen Jahr auf 156 Tonnen gestiegen. Das bedeutet eine Zunahme um fast ein Drittel. REGIONAL Wir sind für Sie vor Ort!

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