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Handel direkt 3/2021

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02 CORONA SPEZIAL HANDEL

02 CORONA SPEZIAL HANDEL DIREKT | MAI / JUNI 2021 | #3 #ShoppingVorfreude Mitmachen und ein Zeichen setzen! Verlängerung der Auszahlungsfrist bis 31.3.22 Steuerfreie Sonderzahlung Kurzarbeitergeld Verlängerung der Sonderregelungen Unter dem Hashtag #ShoppingVorfreude werden die Handelsverbände und Unternehmen eine bundesweite Aktion starten. Ziel: Gemeinsam ein Lebenszeichen setzen, damit die Kunden den Handel nicht vergessen und die Politik die Notwendigkeit für weitere rasche Entscheidungen sieht. HBE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff: „Mit den Fotos von Geschäftsinhabern und Beschäftigten aus dem Einzelhandel bei Twitter und Facebook wollen wir deutlich machen, dass sich der Handel nach seinen Kunden sehnt. Wir stehen bereit, um unsere Türen wieder zu öffnen.“ Teilnehmen können Inhaber eines Einzelhandelsunternehmens und alle Beschäftigten im Einzelhandel. Fotografieren Sie sich vor Ihrem Geschäft bzw. dem Geschäft, in dem Sie tätig sind. Schreiben Sie, wie sehr Sie Ihre Kunden vermissen und in welcher Ortschaft Sie stehen. Das Ganze senden Sie bitte per E-Mail an presse@hde.de. Die Bilder veröffentlicht der HDE unter #Shopping- Vorfreude bei Twitter und Facebook. Ihr Ansprechpartner: Stefan Hertel, E-Mail: hertel@hde. de, Telefon: 030 726250-61. Handel direkt gibt’s auch als E-Paper! www.hv-bayern.de/handeldirekt Die Frist für steuerfreie Sonderzahlungen von maximal 1.500 Euro wird wegen der Corona-Pandemie bis März 2022 verlängert. Wegen der Corona-Krise können Arbeitgeber ihren Beschäftigten Sonderzahlungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuer- und abgabenfrei gewähren. Diese Regelung ist bis zum 31. März 2022 verlängert worden. Der Bundestag hat dazu das sogenannte Abzugsteuerentlastungsmodernisierungsgesetz verabschiedet. Dadurch wird die Frist für steuerfreie Sonderzahlungen verlängert. Der steuerfreie Betrag von maximal 1.500 Euro bleibt unverändert. Weitere Informationen dazu finden Sie in der FAQ-Liste „Corona“ (Steuern) unter www.bundesfinanzministerium.de. Ihr HBE-Ansprechpartner: Martin Wallner, E-Mail: wallner@hv-bayern.de, Telefon: 089 55118- 140. Corona-Impfung Das müssen Arbeitgeber wissen Foto: © photoart – stock.adobe.com Die Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld sollen über den 30. Juni hinaus bis Ende des Jahres 2021 verlängert werden. Das hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil angekündigt. Damit Unternehmen bis Ende 2021 weiterhin Sozialversicherungsbeiträge für Kurzarbeiter zu 100 Prozent erstattet bekommen, hat das Arbeitsministerium einen entsprechenden Verordnungsentwurf erarbeitet. Dieser wird laut Minister Heil derzeit in der Regierung abstimmt. Nach den bislang geltenden Sonderregeln soll es die volle Erstattung ohne Nebenbedingungen nur noch bis Ende Juni geben. Unternehmen, die Kurzarbeitern keine Weiterbildung bieten, bekämen dann von Juli an noch 50 Prozent. Dies wird jetzt geändert. Können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter zum Impfen zwingen? Dürfen Beschäftigte während der Arbeitszeit einen Impftermin wahrnehmen? Das sind Fragen, die jetzt für immer mehr Handelsunternehmen wichtig sind. Wichtig: Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter nicht zum Impfen gegen Covid-19 zwingen. Ihnen dürfen auch keine Sanktionen bzw. arbeitsrechtlichen Konsequenzen angedroht werden. Zwar entfällt grundsätzlich für die Zeit des Impftermins der Vergütungsanspruch. Wenn allerdings ein in der Arbeitszeit liegender Impftermin behördlich zugeteilt wurde und in keinem Fall verschoben werden kann, könnte der Fall anders liegen. Im Zweifelsfall sollten Sie sich von unseren Juristen in den HBE-Bezirksgeschäftsstellen beraten lassen. Voraussichtlich ab Juni wird es angesichts immer weiter steigender wöchentlicher Liefermengen zudem endlich möglich sein, die Betriebsärzte schrittweise verstärkt in die COVID-19-Impfkampagne einzubeziehen. Handelsunternehmen sollten in jedem Fall gründlich prüfen, ob sie ihren Beschäftigten ein Impfangebot machen. Wo könnten Impfungen durchgeführt werden und wer ist für die Organisation im Betrieb verantwortlich? Welcher organisatorische Aufwand im Betrieb ist erforderlich? Wer würde als nicht-medizinischer „Helfer“ für die Impfdurchführung zur Verfügung stehen? Mit welchem Einladungs- und Terminmanagement können betriebliche Impftermine geplant werden? Antworten auf diese Fragen rund um das Impfen durch Betriebsärzte erhalten Sie auf der Website www.wirtschaftimpftgegencorona.de.

HANDEL DIREKT | MAI / JUNI 2021 | #3 CORONA SPEZIAL 03 Auswirkungen auf den Einzelhandel in Bayern 7-Tage-Inzidenz und Schwellenwerte Foto: © weixx – stock.adobe.com In vielen bayerischen Kommunen sinken die Inzidenzwerte immer weiter. Viele Händler, aber auch Ordnungsbehörden, sind teilweise verunsichert, ab wann welche konkreten Regelungen für ihre Stadt bzw. ihren Landkreis gelten. Wir haben Ihnen die Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengefasst (Stand: 20. Mai 2021). Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf Bundesebene und der Einführung einer bundesweit einheitlichen „Corona-Notbremse“ wurde eine Anpassung der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (Bay. IfSMV) erforderlich. Im Folgenden werden die seit 24. April 2021 geltenden Regelungen dargestellt. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Corona-Sonderseite auf der HBE-Homepage. Die für den bayerischen Einzelhandel maßgeblichen Lockerungen hängen vom jeweiligen regionalen Inzidenzwert (Landkreise und kreisfreie Städte) ab. Datengrundlage bilden die Corona-Zahlen des Robert-Koch-Instituts, die täglich aktualisiert werden. Derzeit erfolgt keine bayernweite Feststellung der regional maßgeblichen Inzidenzwerte in einer zentralen Bekanntmachung. Wir empfehlen deshalb, immer die aktuellen Bekanntmachungen der jeweils zuständigen Kreisverwaltungsbehörde im Auge zu behalten. Für Betriebe des Einzelhandels, die inzidenzunabhängig öffnen dürfen (z.B. Lebensmittel) gelten folgende Zugangsregelungen hinsichtlich der zulässigen Anzahl von Kunden in Bezug zur Größe der Verkaufsfläche: 1. Inzidenz bis 100: Einhaltung der maximal zulässigen Anzahl von gleichzeitig anwesenden Kunden, d.h. ein Kunde je 10 qm für die ersten 800 qm Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 qm für den 800 qm übersteigenden Teil der Verkaufsfläche. 2. Inzidenz über 100: Einhaltung der maximal zulässigen Anzahl von gleichzeitig anwesenden Kunden, d.h. ein Kunde je 20 qm für die ersten 800 qm Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 40 qm für den 800 qm übersteigenden Teil der Verkaufsfläche. Für Betriebe des Einzelhandels, die inzidenzabhängig öffnen dürfen, gelten die nachfolgenden Maßnahmen: 1. Inzidenz bis 50: Öffnung der Ladengeschäfte. 2. Inzidenz zwischen 50 und 100: Click & Meet (Terminshopping). Wird ein Wert der 7-Tage-Inzidenz, an dessen Überschreiten oder Nicht-Überschreiten die Regelungen der 12. BayIfSMV unmittelbar geknüpft sind, an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten oder an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten, hat die zuständige Kreisverwaltungsbehörde (z.B. auf der Homepage des Landratsamtes) dies unverzüglich amtlich bekanntzumachen. Wichtiger Hinweis: Die Bekanntmachung durch die zuständige Kreisverwaltungsbehörde muss entweder noch am selben Tag (dritter Tag der Überschreitung bzw. fünfter Tag der Unterschreitung) oder spätestens am darauffolgenden Tag (Tag 4 bzw. Tag 6) erfolgen. Bei Fragen zur 7-Tage-Inzidenz oder den Schwellenwerten können Sie sich selbstverständlich gerne auch an unsere Juristen in den HBE-Bezirksgeschäftsstellen wenden. Betriebe werden von der BGHW auch 2021 finanziell entlastet Zinslose Stundungen möglich Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) bietet wegen der Pandemie auch in diesem Jahr Erleichterungen bei der Beitragszahlung an. Unternehmen, die in eine finanzielle Notlage geraten sind, können unbürokratisch eine zinslose Stundung beantragen, sobald sie den Beitragsbescheid erhalten haben. Beiträge bis maximal 10.000 Euro können bis zum 15. Dezember 2021 zinslos gestundet werden. Über 10.000 Euro erfolgt eine zinslose Stundung von 50 Prozent des Beitrags: Nur die Hälfte des Beitrags musste bis zum 15. Mai 2021 gezahlt werden. Die andere Hälfte kann in monatlichen Raten von 1/7 des gestundeten Betrags abgezahlt werden. Wichtig: Ein Antrag auf Stundung oder Ratenzahlung kann unbürokratisch über ein Online-Kontaktformular auf der Internetseite der BGHW (www.bghw.de) gestellt werden. Nutzen Sie diese Möglichkeit, da die online gestellten Anträge am zügigsten und einfachsten bearbeitet werden können. Alle anderen Kontaktwege sind natürlich auch möglich. Pflicht für Arbeitgeber Zwei Tests für Mitarbeiter Unternehmen müssen ihren Mitarbeitern nun doch zwei und nicht nur einen Corona-Test pro Woche anbieten. Eine entsprechend nachgeschärfte Verordnung hat das Bundeskabinett auf den Weg gebracht. Die Geltungsdauer der Verordnung bis einschließlich 30. Juni 2021 sowie die wesentlichen Bestimmungen der Verordnung bleiben unverändert. Die Dritte Verordnung zur Änderung der Corona-Arbeitsschutzverordnung ist seit April in Kraft. Die Testangebotspflicht für Arbeitgeber gegenüber allen Beschäftigten, die nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten, ist von mindestens einem Corona-Test pro Kalenderwoche auf zwei Corona-Tests pro Kalenderwoche ausgeweitet worden. Antworten auf die häufigsten Fragen dazu finden Sie auf der Homepage des Bundesarbeitsministeriums. Click & Meet Terminshopping wird noch wenig genutzt Foto: © Kebox – stock.adobe.com Click & Meet und Click & Collect haben durch die Corona-Krise einen enormen Schub bekommen. Für viele Händler waren dies die einzigen Möglichkeiten, zumindest einen kleinen Umsatz zu generieren. Aber wie wird dieser Service von den Kunden überhaupt in Anspruch genommen? Neueste Daten des Corona Consumer Check des IFH Köln zeigen, dass die Verbraucher Click & Meet immer noch eher verhalten nutzen. Deutlich häufiger wurden Click & Collect-Angebote wahrgenommen. Ein Vergleich von Click & Collect und Click & Meet in den verschiedenen Handelsbranchen zeigt: Vor allem für den Kauf von Fashion können sich die befragten Konsumenten vorstellen, Shoppingtermine wahrzunehmen. Auch in den Bereichen „Fitness & Sport“ und „Wohnen und Einrichten“ ist Click & Meet für Konsumenten attraktiv. Die Studie steht auf www.ifhkoeln.de kostenlos zum Download bereit.

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