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Handel Direkt 3/2018

06 REGIONAL

06 REGIONAL ■■Regensburg Hohe Auszeichnung für Karin Siegert Karin Siegert (l.) mit ihrer Mutter Angelika bei der Feierstunde im Wirtschaftsministerium. Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer hat der Regensburger HBE-Ortsvorsitzenden Karin Siegert die Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft verliehen. Siegert, zugleich auch Mitglied im HBE-Bezirksvorstand, ist Inhaberin und Geschäftsführerin des Herrenausstatters Siegert in Regensburg (www. siegert-mode.de.). Bei einer Feierstunde im bayerischen Wirtschaftsminsterium würdigte Pschierer das besondere ehrenamtliche Engagement von Siegert und ihren Einsatz für die Belange des mittelständischen Einzelhandels. Ihre Firma sei „ein anerkannter Ausbildungsbetrieb“ und deshalb „galt und gilt ihr besonderes Augenmerk der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie der Inklusion“. Dass 2015 von der Wirtschaft, der Politik und der Verwaltung die „Regensburger Erklärung“ zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben und am Arbeitsleben unterzeichnet werden konnte, sei zu einem „guten Teil der tatkräftigen Initiative“ von Karin Siegert zu verdanken, so Pschierer. REGIONAL Wir sind für Sie vor Ort! ■■Bad Brückenau Fußgängerzone wird geöffnet Seit Mai dürfen sich Auto- und Fahrradfahrer die Ludwigstraße wieder mit den Fußgängern teilen. Während einer 4-monatigen Testphase ist das Befahren der Fußgängerzone von 7 bis 18.30 Uhr gestattet. HBE-Bezirksgeschäftsführer Volker Wedde hatte die Aktion unterstützt: „Stadt und Unternehmer erhoffen sich, dass die Innenstadt belebt und attraktiver wird.“ In der Testphase soll untersucht werden, ob die direkte Erreichbarkeit die gewünschten Ergebnisse bringt. Damit der Praxistest erfolgreich verläuft, informiert auch die Wirtschaft mit einem Flyer über das Projekt und ruft zur gegenseitigen Rücksichtnahme auf. Dies ist wichtig, da sich jetzt Fußgänger, Rad- und Autofahrer den Raum teilen. Wedde: „Ein spannender und mutiger Schritt. Wir haben bereits Anfragen von anderen Kommunen, die sich ebenfalls mit dieser Frage beschäftigen wollen.“ ■■Bayreuth Sicherheitstag für den Handel Cyberkriminalität gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Schäden sind oft besonders hoch. Auch Händler, die nicht im Internet verkaufen, können Opfer von Identitätsdiebstahl werden (siehe auch Seite 5). Wie Betriebe sich schützen können, wird am 26. Juni 2018 in Bayreuth (10-16.30 Uhr) auf dem „Sicherheitstag für den oberfränkischen Handel“ gezeigt. Ein weiteres Thema ist der Ladendiebstahl. Informiert wird u. a. über die neuesten Tricks von Dieben. Weitere Infos und Anmeldung bei: Anne Vogel, E-Mail: vogel@hv-bayern.de, Tel.: 0921 72630-14. HANDEL DIREKT | MAI / JUNI 2018 | #3 ■■Nürnberg „Wir brauchen die Sonntage!“ „Verkaufsoffene Sonntage sind ein Attraktivitätsfaktor für die Kunden und damit ein Erfolgsfaktor für den Handel.“ Mit diesen Worten kritisierte HBE- Bezirksvorsitzender Jürgen Oriold auf der HBE-Delegiertentagung in Nürnberg die Blockadehaltung der Gewerkschaften und Kirchen. In einigen Kommunen seien geplante verkaufsoffene Sonntage abgesagt worden, da Verdi damit gedroht hatte, gegen diese Sonntagsöffnung zu klagen oder in Form einer einstweiligen Verfügung dagegen vorzugehen. Oriold: „Die durch diese Aktionen ausgelöste Planungs- und Rechtsunsicherheit bei Handel und Kommunen ist groß. Für uns Einzelhändler auch in Mittelfranken ist es leider sehr viel schwieriger geworden, künftig an einem Sonntag für unsere Kunden zu öffnen.“ In Zeiten eines stetig wachsenden Online-Handels seien jedoch gerade Gemeinschaftsaktionen wie verkaufsoffene Sonntage ein wichtiges Signal nach außen.“ Mit Blick auf die kommenden Landtagswahlen forderte Oriold von der künftigen Staatsregierung, dass der Anlassbezug für eine Sonntagsöffnung endlich gestrichen werden muss. Außerdem sollten Händler den ersten Adventssonntag – unabhängig ob dieser in den November oder Dezember fällt – für einen verkaufsoffenen Sonntag nutzen können. Oriold: „Der Handel braucht die verkaufsoffenen Sonntage!“ ■■München Runder Tisch „Baustellen-Marketing“ Der Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke und der Umbau der alten Akademie sind nur zwei Großbaustellen, die in den nächsten Jahren massive Auswirkungen auf die Händler in der Münchner Innenstadt haben werden. Der HBE hat deshalb bei der Landeshauptstadt München einen Runden Tisch „Baustellen-Marketing“ initiiert. Ziel ist es, die City für Kunden und Besucher trotz der Baumaßnahmen attraktiv zu gestalten und das umfangreiche Handelsangebot sichtbar zu machen. Hierfür ist aus Sicht des HBE ein umfassendes Baustellen-Marketing und -Management erforderlich. Unter der Leitung von Stadtbaurätin Elisabeth Merk hat der Runde Tisch bereits zum ersten Mal getagt. Auf der Tagesordnung stand neben der Schaffung einer Gesamtkonzeption die ansprechende Gestaltung der z. T. über vier Meter hohen Bauzäune sowie die besondere Situation der Sondernutzung bzw. Werbemöglichkeiten für direkt betroffene Händler.

HANDEL DIREKT | MAI / JUNI 2018 | #3 ■■Roth Weihnachtliche Innenstadt mit einer Eisbahn? REGIONAL 07 Wintervergnügen mitten in der Innenstadt: Was in vielen bayerischen Städten schon lange Tradition hat, könnte nun möglichweise auch in Roth realisiert werden. Eine Eisbahn soll Bewohner und Besucher aus der Region nach Roth locken. HBE-Kreisvorsitzender Uwe Heyder: „Wir brauchen dringend Aktionen und Maßnahmen, damit unsere Innenstadt wieder attraktiver und lebendiger wird. Eine Eisbahn zur Weihnachtszeit würde sicherlich positive Effekte für Handel und Gastronomie haben.“ Zwar stößt diese Idee u. a. auch bei Bürgermeister Ralph Edelhäußer auf offene Ohren, doch müssen noch einige (wichtige) Fragen beantwortet werden. So ist bislang noch völlig unklar, wo genau eine Eisbahn in der Innenstadt realisiert werden könnte. Außerdem muss die Finanzierung noch geklärt werden. Eine schöne Sache – In vielen Kommunen sorgen Eisbahnen zur Weihnachtszeit für eine spürbare Belebung in den Innenstädten. Jetzt will auch Roth nachziehen. ■■Memmingen Kommt IKEA doch nicht? ■■Kelheim Für Ausbildung im Handel werben Der Nachwuchsmangel ist auch im bayerischen Einzelhandel ein immer größeres Problem. Um junge Leute für den Handel zu begeistern, war der HBE auf der 1. Kelheimer Ausbildungs- und Berufsmesse vertreten. Am HBE-Stand im Einkaufscenter Kelheim (Foto) informierte HBE-Bezirksgeschäftsführer Josef Kellermann über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten im Einzelhandel. Kellermann: „Auf solchen Ausbildungsmessen können wir Jugendliche und auch Eltern in persönlichen Gesprächen ausführlich beraten. Denn viele wissen gar nicht, welche großen Chancen der Handel für junge Leute bietet.“ Der HBE-Bezirk Oberpfalz/Niederbayern ist jedes Jahr auf zahlreichen Ausbildungsmessen mit einem eigenen Stand präsent. Foto: ©Inter IKEA Systems B.V. In der andauernden Diskussion um die geplante Errichtung eines IKEA-Einrichtungshauses und verschiedener Fachmärkte hat es eine völlig überraschende Wende gegeben: Der schwedische Möbelkonzern will nach eigenen Angaben den geplanten Standort am Autobahnkreuz in Memmingen „grundsätzlich überprüfen“. Hintergrund für diese Überlegungen sind offenbar die Auswirkungen des Online-Handels und eine geänderte Unternehmensstrategie. IKEA will wieder verstärkt Standorte in Innenstadtlagen erschließen und weg von der Grünen Wiese. Bei der Stadt allerdings pochen Politik und Verwaltung auf die geschlossenen Verträge mit dem schwedischen Unternehmen. Eine Entscheidung, ob der Standort in Memmingen realisiert wird, scheint bislang bei IKEA noch nicht gefallen zu sein. Das geplante Einrichtungshaus sollte eine Verkaufsfläche von bis zu 25.500 Quadratmeter haben. Der HBE hatte die Ansiedlung des IKEA-Möbelhauses befürwortet. Der ebenfalls geplante Bau eines Fachmarktzentrums wurde aber vehement abgelehnt. ■■Mittelfranken Zuversicht im mittelfränkischen Einzelhandel Der mittelfränkische Einzelhandel blickt hoffnungsvoll auf das laufende Jahr. Über 50 Prozent der Betriebe erwarten Umsatzzuwächse, wie eine Verbandsumfrage des HBE ermittelte. Im vergangenen Jahr konnte der mittelfränkische Einzelhandel eine Umsatzsteigerung von nominal 2,4 Prozent (Vorjahr 1,9 Prozent) erzielen. Allerings konnten laut HBE-Bezirksgeschäftsführer Uwe H. Werner nicht alle Betriebsgrößen, Branchen und Standorte von den günstigen Rahmenbedingungen profitieren. Werner: „Die „Die Schere zwischen Groß und Klein geht immer weiter auseinander.“ Schere zwischen großen Unternehmen und den kleinen, inhabergeführten Betrieben geht weiter auseinander.“ Laut HBE-Umfrage mussten im letzten Jahr rund 34 Prozent der Betriebe Umsatzrückgänge verzeichnen. Werner: „Besonders beunruhigend ist der spürbare Frequenzverlust auch in den mittelfränkischen Großstädten und 1A-Lagen“. Gerade der Online-Handel setze den Einzelhandel weiter massiv unter Druck, so Werner. „Die Herausforderungen für Handel und Kommunen werden weiter zunehmen.“

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