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Handel direkt 6/2018

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02 TOP THEMEN HANDEL

02 TOP THEMEN HANDEL DIREKT | NOVEMBER / DEZEMBER 2018 | #6 Neuer Leitfaden gibt praktische Hilfe Ordnungsgemäße Kassenführung Falschgelderkennung Kassenkräfte müssen Schulung nachweisen Vorsicht Schadsoftware Gefälschte Rechnungen per E-Mail Registrierkassen müssen handels- und steuerrechtlichen Ordnungsvorschriften gerecht werden. Insbesondere für das Finanzamt ist es von Bedeutung, dass die Kasse Erlöse vollständig, unveränderbar und möglichst detailliert aufzeichnet. Viele Händler fürchten, dass bei einer Kassenprüfung Mängel festgestellt werden und es zu Zuschätzungen und Steuernachzahlungen kommt. Eine neue Broschüre informiert über die rechtlichen Hintergründe und die Anforderungen an eine ordnungsmäßige Kassenführung. Denn das Ende 2016 in Kraft getretene Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen hat viele Unternehmen verunsichert. Der Leitfaden „Wichtige Hinweise zur ordnungsgemäßen Kassenführung“ soll das Risiko für eine Beanstandung durch die Finanzverwaltung deutlich minimieren und in zahlreichen Punkten Klarheit schaffen. Den Leitfaden erhalten Sie in Ihrer HBE-Bezirksgeschäftsstelle. Welche konkreten Anforderungen die Finanzverwaltung an Registrierkassen stellt, hat der HBE zudem in einem Praxiswissen zusammengefasst. Ihr Ansprechpartner beim HBE: Martin Wallner, E-Mail: wallner@hv-bayern.de, Tel.: 089 55 118- 140. Deutscher Handelspreis 2018 Auszeichnung für Dehner Händler, die im Auftrag von Banken Bargeld auszahlen, müssen ihre Kassenkräfte entsprechend schulen. Online-Schulungen zur Erkennung von Falschgeld bei der manuellen Ausgabe von Bargeld müssen laut Bundesbank nachgewiesen werden. Das bedeutet, dass Händler, die im Auftrag von Banken Bargeld auszahlen, ihre Kassenkräfte entsprechend schulen und Nachweise darüber vorhalten müssen. Reine Wechselgeldzahlungen und die Bargeldausgabe in Verbindung mit einem Waren- oder Dienstleistungskauf (Cashback) ist davon nicht betroffen. Es ist jedoch zu erwarten, dass Cashback über kurz oder lang ebenfalls unter diese Anforderung fallen wird. Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter falsch geldstelle@bundesbank.de oder unter Tel. 06131 377-4488. Cyber-Kriminelle und Betrüger versenden immer wieder im Namen des HBE E-Mails an Handelsunternehmen, um so Daten abzugreifen und Viren zu verbreiten. Dabei handelt es sich um angebliche Rechnungen. Als Absenderkennung verwenden die Betrüger vermeintliche Accounts von Mitarbeitern des Handelsverbands Bayern. Löschen Sie die gefälschten E-Mails direkt und öffnen Sie mitgelieferte Dateien oder Links auf keinen Fall. Entscheidend zur Erkennung von Spam-Mails ist die E-Mail-Adresse, nicht der Anzeigename. Überprüfen Sie den sogenannten Mail-Header: Hier finden Sie die IP-Adresse des Absenders. Diese ist fälschungssicher und gibt Aufschluss über den wirklichenen Absender. Wichtig: Sorgen Sie für Sicherheit auf Ihrem PC und installieren Sie ein professionelles Antivirenprogramm. Aktualisieren Sie dies regelmäßig und vollständig. Wichtige Sicherheitsupdates müssen am besten so schnell wie möglich installiert werden! Geben Sie bei dubiosen Mails nie persönliche Daten wie zum Beispiel Passwörter, PIN oder TAN preis. Das Dehner Gartencenter aus Rain am Lech ist mit dem Deutschen Handelspreis 2018 ausgezeichnet worden. Das Familienunternehmen erhielt den Preis in der Kategorie Mittelstand. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury die „herausragende Leistung des Unternehmens mit Blick auf Wettbewerbs- und Innovationsstärke, Zukunftsfähigkeit und Customer Experience“. Der Erfolg von Europas größter Gartencenter-Gruppe liege in der klaren Positionierung als Anbieter qualitativ hochwertiger Pflanzen und eines breiten Produktsortiments aus den Bereichen Gartenzubehör sowie Heimtier- und Zoobedarf. Durch konsequente Kundenorientierung habe sich Dehner in über 70 Jahren zum Branchenführer entwickelt, so die Jury. Wie HBE-Präsident Ernst Läuger in seiner Laudatio in Berlin sagte, sei Dehner „ein Paradebeispiel dafür, wie Kaufleute in den harten Nachkriegsjahren durch enormen Fleiß und vorausschauendem HDE-Präsident Josef Sanktjohanser (r.) überreicht auf dem Handelskongress in Berlin Dehner-Geschäftsführer Georg Weber (l.) den Handelspreis 2018. Unternehmergeist einen ganz kleinen Betrieb gegründet und Schritt für Schritt vergrößert haben.“ Protzigen Firmenzentralen und ehrgeizigen Renditezielen wurden die guten alten Kaufmannstugenden Ehrlichkeit und Ehrbarkeit erfolgreich entgegengesetzt. Für Familienunternehmen wie Dehner seien diese Kaufmannstugenden immer noch „Teil des Rezepts für die Zukunft“, so Läuger weiter. Das HBE-Mitgliedsunternehmen beschäftigt derzeit in über 130 Filialen mehr als 5.500 Beschäftigte. TOP- GESCHÄFT Qualitätssiegel des Handelsverbands Bayern www.top-geschaeft.com

HANDEL DIREKT | NOVEMBER / DEZEMBER 2018 | #6 TOP THEMEN 03 Was Händler nun beachten müssen Geoblocking- Verordnung in Kraft! Seit dem 3. Dezember 2018 ist die neue EU-Geoblocking-Verordnung für stationäre Händler und Online-Shops bindend. Sie dürfen einen Kauf durch einen Kunden nicht länger auf Basis seiner Nationalität oder seines Aufenthalts- bzw. Wohnortes ablehnen. Kunden aus anderen Teilen des Europäischen Wirtschaftsraums sollen in der Lage sein, unter exakt denselben Bedingungen einzukaufen, wie lokale Kunden. HBE-Jurist Wolfgang von Burchard: „Damit ist es verboten, einen Kauf von einem bestimmten Wohnort, einem bestimmten Land, originären Bankkonto oder Zahlungsmittel, oder einer bestimmten IP-Adresse abhängig zu machen.“ Es spielt keinerlei Rolle, über welche Vertriebskanäle Waren verkauft werden. Das zentrale Diskriminierungsverbot gilt universell. Burchard: „Somit handelt es sich nicht um eine Verordnung nur für den Online-Handel, vielmehr deckt die Verordnung sowohl Online- als auch stationäre Transaktionen ab.“ Allerdings werden Online-Händler in der Praxis stärker betroffen sein, da viele Vorschriften – wie z. B. das Verbot, den Zugriff auf den Online-Shop zu verweigern – nur in der Online-Welt Anwendung finden Der HBE hat ein umfangreiches Praxiswissen mit den wichtigsten Fragen und Antworten zur praktischen Umsetzung der Geoblocking-Verordnung erarbeitet. Betriebliche Gebäudeversicherung Sicherheit für Sie und Ihre berufliche Existenz Sowohl die Häufigkeit als auch das Schadensausmaß von Naturgefahren haben erheblich zugenommen. Wetterextreme verursachen Schäden in Millionenhöhe, selbst in Regionen, die nicht zu den eigentlichen Risikogebieten gehören. Der Versicherungsschutz für Ihr Geschäft sollte daher möglichst über die Standardgefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel hinaus um eine Elementarschadenversicherung erweitert werden. Diese bietet auch dann die nötige Sicherheit, wenn Ihr Eigentum z. B. durch Überschwemmung, Rückstau oder Erdrutsch bedroht ist. Weitere Informationen dazu erhalten Sie bei dem HBE-Kooperationspartner Signal Iduna unter www. signal-iduna.de oder bei: Jürgen Rittel, E-Mail: juergen.rittel@signal-iduna.de, Tel.: 089 55144280. TV-Wiedergabe im Einzelhandel GEMA-Gebühren einsparen! Viele Einzelhandelsunternehmen zahlen offenbar zu hohe GEMA-Gebühren für die Fernsehnutzung. Denn rund 70 Prozent der TV-Geräte werden entweder nur zu Präsentationszwecken im Verkaufsgespräch betrieben oder Fernsehsendungen ohne Ton wiedergegeben. Wie der HDE von der GEMA erfahren hat, sind nur rund 10 Prozent der Lizenzverträge für die Bildwiedergabe ohne Ton lizensiert. Es ist daher nicht auszuschließen, dass zahlreiche Einzelhandelsunternehmen zu hohe GEMA-Gebühren (Bild und Ton) für die Fernsehnutzung zahlen. Einzelhändler, die für die Fernsehnutzung versehentlich falsche Vereinbarungen mit der GEMA abgeschlossen haben und daher zu hohe Entgelte zahlen, sollten unverzüglich eine Änderungsmeldung abgeben (per E-Mail unter Angabe der Kundennummer an kontakt@gema.de). Darin sollten Sie ab der nächsten Vertragsfälligkeit eine Umstellung des Vertrages verlangen. Ihre HBE-Ansprechpartnerin: Claudia Chondros, E-Mail: chondros@hv-bayern.de, Tel.: 089 55118-115. Vorstand des HDE Ernst Läuger wiedergewählt Junior Sales Champion International Siegerin aus Bayern! Die besten Nachwuchsverkäufer aus dem deutschsprachigen Raum traten in Salzburg gegeneinander an. Dort ging das Finale des „Junior Sales Champion International“ über die Bühne. Nicht weniger als 400 Zuschauer waren angereist, um die elf Finalisten aus Österreich, Bayern, der Schweiz und Südtirol zu unterstützen, die sich bei den nationalen Vorausscheidungen qualifiziert hatten. Siegerin des Lehrlingswettbewerbs wurde Julia Schüll aus Bayern (Foto). Sie arbeitet beim HBE-Mitgliedsunternehmen Intersport Kohlschmid in Ampfing und verkaufte mit viel Fachwissen und Herzblut Bergschuhe. „Für mich ist dieser erste Platz eine große Ehre. Ich hoffe, dass ich für die, die nachrücken, ein Vorbild bin und ihnen auch ein paar Tipps geben kann“, meinte die strahlende Gewinnerin. „Alles hat so geklappt wie wir es geübt haben. Ich bin mit einem guten Gefühl von der Bühne gegangen.“ Ziel des Wettbewerbs ist die Steigerung der Attraktivität einer Ausbildung im Einzelhandel. HBE-Präsident Ernst Läuger (Foto) bleibt weiterhin im Vorstand des Handelsverbands Deutschland (HDE). Läuger wurde auf der HDE-Delegiertentagung in Berlin mit großer Mehrheit wiedergewählt. Der geschäftsführende Gesellschafter der Benno Marstaller KG München ist seit 2011 Mitglied im Spitzengremium des deutschen Einzelhandels. Läuger steht zudem seit mittlerweile sieben Jahren an der Spitze des HBE. Wiedergewählt wurde in Berlin auch HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Die Delegiertenversammlung des HDE wählte zudem auch die weiteren Mitglieder des HDE-Vorstands, der aus dem Präsidenten und 15 Vizepräsidenten besteht. Der Vorstand setzt sich zusammen aus den Präsidenten der acht HDE-Landesverbände sowie acht Top-Entscheidern aus Handelsunternehmen.

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