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Handel direkt 5/2019

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06 REGIONAL HANDEL

06 REGIONAL HANDEL DIREKT | SEPTEMBER / OKTOBER 2019 | #5 ■■Nürnberg Unternehmen müssen sich vorbeugend schützen Ladendiebstahl, Cyberkriminalität oder Einbruch: Unternehmen sollten sich vorbeugend schützen und für mögliche Schadensfälle absichern. Lösungen, Konzepte und fachkundige Beratung erhielten Einzelhändler auf dem mittelfränkischen HBE-Sicherheitstag in Nürnberg (Foto). So steigt z. B. die Zahl der Firmeneinbrüche im Einzelhandel weiter an. Ladengeschäfte geraten immer wieder in den Fokus von Einbrechern. Der Grund: Viele Geschäftsinhaber machen es den Einbrechern leider zu einfach, da die verwendete Sicherheitstechnik oft völlig veraltet ist. Andreas Schmidt, stellvertretender HBE-Bezirksgeschäftsführer: „Neben bekannten Delikten wie Ladendiebstahl oder Einbruch ist mittlerweile leider auch das Internet ein Ort krimineller Machenschaften.“ Betroffen sind nicht nur große Unternehmen oder Händler mit Online-Shop. Auch rein stationäre und kleine Händler werden zunehmend Opfer gezielter Attacken mit hohem finanziellen Schaden. ■■Elsenfeld Märktezentrum sorgt für Ärger ■■Aschaffenburg Doppelter Spatenstich Die Technische Hochschule Aschaffenburg (TH Aschaffenburg) wird deutlich erweitert: Für rund 47 Millionen Euro werden zwei neue Gebäude für das Rechenzentrum und den Technischen Dienst gebaut. Beim „doppelten Spatenstich“ war auch der ehemalige HBE-Vizepräsident Karl-Heinz Burkhart mit dabei. Burkhart: „Mit diesem Neubau wird nicht nur die Zukunft der Technischen Hochschule gesichert. „Die kleinen, inhabergeführten Geschäfte werden unter Druck kommen.“ Die Neugestaltung des ehemaligen BayWa-Geländes sorgt weiterhin für Diskussionen. Pläne für ein Märktezentrum auf dem 15.000 Quadratmeter großen Areal an der Erlenbacher Straße stoßen bei der örtlichen Bürgerinitiative (BI) auf Widerstand. Ein dort geplanter Lebensmittel-Vollsortimenter wird abglehnt. Auch der unterfränkische HBE-Bezirksgeschäftsführer Volker Wedde sieht die Ansiedlung kritisch. Zwar sei es wichtig, die Attraktivität des Elsenfelder Zentrums zu stärken und zu steigern, das geplante Märktezentrum sei jedoch in dieser Form nicht der richtige Weg. Wedde: „Das Vorhaben wird die örtlichen Händler erheblich treffen.“ Sollten die Pläne der Gemeinde umgesetzt werden, befürchtet Wedde einen deutlichen Rückgang der Kundenfrequenzen und eine massive Verlagerung der Kaufkraftströme. „Unter den Umsatzverschiebungen werden besonders die kleinen, inhabergeführten Geschäfte leiden.“ Elsenfeld sei bereits jetzt mit einem Potenzial von 3,1 Millionen Euro ein „gut abgeschöpftes Marktgebiet“. Die Umsatzerwartungen des geplanten Märktezentrums würden allerdings mit 8,6 Millionen Euro deutlich darüber liegen. Wedde: „Kleine Nahversorger, Metzger und Bäcker werden die Verlierer sein.“ (v.l.): Regierungspräsident Eugen Ehmann, Karl-Heinz Burkhart (ehemaliger HBE-Vizepräsident), Martina Fehlner und Winfried Bausback (beide MdL) und Wissenschaftsstaatsminister Bernd Siebler. Das Projekt ist auch wichtig für die Stadt Aschaffenburg und die gesamte Region.“ Die neuen Gebäude sollen bis Anfang 2022 fertiggestellt werden. ■■Regensburg Einkaufen bei Nachbarn und Freunden Die deutschlandweite Aktion „Heimatshoppen“ der Industrie- und Handelskammern in Zusammenarbeit mit dem HBE will die besondere Bedeutung des lokalen Handels herausstellen. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Regensburg trommelten die verschiedenen Partner der Initative für das Einkaufen vor Ort. HBE-Bezirksgeschäftsführer Günter Hölzl betonte dabei, dass es nicht um die „Verteufelung des Online-Handels“ gehe, sondern die Sensiblisierung der Kunden und auch Kommunen für den regionalen Handel. Hölzl: „Der stationäre Handel sichert nicht nur die Grundversorgung. Er schafft Arbeitsplätze und er bildet aus.“ Die Geschäfte vor Ort würden das Bild der Innenstädte und Ortskerne bestimmen. „Eine Stadt ohne Handel ist eine tote Stadt.“ Gemeinsame Präsentation der Initiative Heimatshoppen (v.l.): Mirko Fröhlich (Regensburg Arcaden), HBE-Bezirksgeschäftsführer Günther Hölzl, Martin Kammerer und Matthias Segerer (beide IHK Regensburg), Ingo Saar (Faszination Altstadt e.V.) und Thomas Zink (Donau-Einkaufszentrum). Foto: Andrea Leopold

HANDEL DIREKT | SEPTEMBER / OKTOBER 2019 | #5 REGIONAL 07 ■■Nürnberg Sprechtag Unternehmerenergie Sie arbeiten sehr viel und haben das Gefühl, es bleibt immer noch zu viel liegen? Ihre Unternehmerenergie ist öfter im Reservemodus? Sie hätten gerne einen kompetenten und erfahrenen Sparringspartner, mit dem Sie sich austauschen können? Falls Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten können, dann ist der kostenlose Unternehmer-Sprechtag (Mittwoch, 9. Oktober, 9.30 bis 12.30 Uhr in Nürnberg) des mittelfränkischen HBE genau das Richtige für Sie! Besprechen Sie mit dem erfahrenen HBE-Unternehmensberater, Mentor und Einzelhandelsspezialisten Horst Gössmann die Themen, die Ihnen am Herzen liegen. Diskutieren Sie auf Basis der bewährten Erfolgsfaktoren im Einzelhandel individuelle und passgenaue Lösungen für Ihr Einzelhandelsunternehmen. Weitere Informationen dazu und Anmeldung bei: Andrea Prem, E-Mail: prem@hv-bayern.de, Tel.: 0911 24433-16. ■■München Musikalische Plattform in der Innenstadt ■■Gräfelfing Rechtssicher im Internet HBE-Jurist und Referent Wolfgang von Burchard (vorne rechts) mit den Teilnehmern der Schulung. Ob Impressum, Allgemeine Geschäftsbedingungen oder die Widerruf- bzw. Rückgabebelehrung: Online-Händler müssen eine ganze Reihe von Informationspflichten erfüllen. Denn nur so schützen sie sich vor Abmahnungen und teuren Schadensersatz- oder Kostenerstattungsansprüchen. Im Rahmen der „Dialogoffensive Würmtal“ informierte HBE-Jurist Wolfgang von Burchard in einer Kompaktschulung im Bürgerhaus Gräfelfing über die gesetzlichen Vorgaben im Online-Recht. Burchard: „Beim Gang in das Netz warten leider viele juristische Fallstricke auf die Unternehmen.“ ■■Untermeitingen Widerstand gegen Outlet-Center Im Zuge der Revitalisierung des ehemaligen Einkaufszentrums Lechpark soll dort offenbar ein Outlet-Center entstehen. Laut dem schwäbischen HBE-Bezirksgeschäftsführer Andreas Gärtner liegen dem Verband entsprechende Informationen vor. Demnach soll in dem derzeit größtenteils leerstehenden Center auf einer Verkaufsfläche von knapp 5.500 Quadratmetern ein klassisches Einkaufszentrum entstehen. Gärtner: „Eine Agglomeration an diesem dezentralen Standort (,grüne Wiese‘) mit überwiegend Sortimenten des Innenstadtbedarfs ist mit Blick auf die Raumordnung nicht zulässig.“ Ein Outlet-Center würde zu einer einseitigen Verlagerung der vorhandenen Kaufkraft in der Region führen. Dies gehe zu Lasten des zentralen Versorgungsbereichs der Gemeinde Untermeitingen und der umliegenden zentralen Orte, so Gärtner. „Wir lehnen das Projekt eindeutig ab.“ ■■Hof Fit werden im Online-Marketing Für Mitarbeiter, die im Marketing von Handelsunternehmen arbeiten, bietet die Akademie Handel in Hof das dreitägige Seminar „Online-Marketing Spezialist/-in“ an (25. bis 27.11., jeweils von 9 bis 16.15 Uhr). Kleine und mittlere Unternehmen erhalten durch die Förderung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums einen Vorzugspreis. Den Teilnehmern wird gezeigt, welche Möglichkeiten Online-Marketing bietet und wie sie einschätzen können, welche Tools für ihr Unternehmen die passenden sind. Es wird eine komplette Online-Marketing-Strategie erarbeitet, die alle für das Unternehmen notwendigen und zielführenden Instrumente (z. B. Suchmaschinenoptimierung und -werbung) sinnvoll steuert und die Usability der eigenen Website steigert. Weitere Informationen und Anmeldung bei: Rubina Wiessner de Witt, E-Mail: rubina.wiessnerdewitt@akademiehandel.de, Tel.: 0921 72679-0. Hirmer, Sporthaus Schuster, Bettenrid und Hugendubel – vier Mitglieder von „Münchens Erste Häuser“ – präsentierten bei der Kult(ur)-Nacht mit der Aktion „Musik lokal“ die facettenreiche Münchner Musik-Kultur . Sie gaben damit dem vielfältigen musikalischen Gesicht Münchens in jedem der vier Traditionshäuser eine Bühne. Für die Nachtschwärmer war es ein musikalischer Spaziergang durch die abendliche Münchner Innenstadt. Im Sinne von „Kauf lokal“ wurde von den Unternehmen die Aktion ins Leben gerufen, um lokale Musiker zu unterstützen und Münchens musikalische Kreativität zu fördern. Vier junge, moderne Bands unterschiedlichster Musik-Richtungen erhielten zur Kult(ur)-Nacht eine Plattform in der Innenstadt: Reggae, Folk, Rock und Gitarren-Beats, Alternative-Pop und Indie- Jazz. So verschieden die vier Bands – so verschieden sind auch die vier Traditionshäuser. Doch alle vereint die Leidenschaft für München und die Begeisterung für die Musik aus einer Stadt, die engagiert, cool, hip, voller Ideen und Möglichkeiten ist. REGIONAL Wir sind für Sie vor Ort!

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