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Handel direkt 4/2019

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06 REGIONAL HANDEL

06 REGIONAL HANDEL DIREKT | JULI / AUGUST 2019 | #4 ■■Schwaben Gärtner neuer HBE-Bezirksgeschäftsführer Andreas Gärtner steht seit Juni an der Spitze des schwäbischen HBE-Bezirks. Stabwechsel in Augsburg: Andreas Gärtner steht als neuer Bezirksgeschäftsführer an der Spitze des schwäbischen HBE. Er ist damit Nachfolger von Andrè Köhn. Gärtner gilt als ausgewiesener Handelsexperte. Der 48-Jährige ist seit 2010 beim HBE-Bezirk Schwaben und dort für die Bereiche Betriebswirtschaft sowie Standort/Stadtentwicklung und die politischen Kontakte zuständig. Gärtner: „Ich nehme die Herausforderung gerne an und freue mich auf die neuen Aufgaben.“ Der HBE sei die „starke Stimme des schwäbischen Handels“. Diese Position werde man gemeinsam weiter ausbauen, so Gärtner. Außerdem sprach sich der neue HBE-Bezirksgeschäftsführer für einen fairen Interessensausgleich zwischen den mittelständischen, inhabergeführten Betrieben und den großen Einzelhandelsunternehmen in Schwaben aus: „Wir sind ein Verband aller Betriebsgrößen und Betriebsformen. Diesen Auftrag erfüllt der HBE seit mittlerweile über 73 Jahren und wird ihn auch in Zukunft erfolgreich meistern.“ REGIONAL Wir sind für Sie vor Ort! ■■München Deutliche Kritik an Verkehrspolitik Nachdem der Stadtrat eine Reihe von verkehrspolitischen Maßnahmen beschlossen hatte, wird die Kritik des Handels an dem Maßnahmenpaket immer lauter. Es könne nicht sein, dass der Pkw immer als Hauptschuldiger für die innerstädtischen Verkehrsprobleme verantwortlich gemacht werde, so HBE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff. Er hatte sich in einem Schreiben an alle Stadtratsfraktionen gewandt. Puff: „Die Diskussion über eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs wird derzeit leider ideologisch geführt und kommt einem Kreuzzeug gegen das Auto und damit den Pkw-Kunden des Einzelhandels gleich.“ Zwingend erforderlich sei stattdessen die Erstellung eines gesamtstädtischen Verkehrsentwicklungsplans bzw. Mobilitätsplans auf Grundlage fundierter Daten. „Ohne ein Gesamtkonzept darf es keine weiteren Beschlüsse über Einzelmaßnahmen zur Verkehrsreduzierung auf den Zufahrtsstraßen Richtung Altstadt geben“, fordert Puff. Der Wegfall bzw. die Reduzierung von Stellplätzen im öffentlichen Straßenraum der Altstadt müsse durch Tiefgaragen bzw. Parkhäuser in unmittelbarer Altstadtnähe kompensiert werden. Alle Handelsstandorte (Altstadt, Stadtteilzentren etc.) müssten für jedermann mit dem Verkehrsmittel seiner Wahl erreichbar sein. Puff: „ Entscheidend für die Funktionsfähigkeit der Münchner Innenstadt ist die Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln. Alternative Standorte wie die grüne Wiese oder der virtuelle Standort „Internet“ wären sonst die bequemere Alternative.“ Wenn ein vielfältiger, lebendiger und attraktiver Einzelhandel auch in Zukunft eine vorzeigbare Visitenkarte der Einkaufsstadt München sein soll, müsse die Verkehrspolitik die Belange des Einzelhandels stärker berücksichtigen, so Puff. ■■Grafenau Verkaufen ist Showtime ■■Fürth Dauerstreit um Sonntage Verkaufsoffene Sonntage sorgen auch in Fürth für Ärger. ©Boris Zerwan stock.adobe.com (Symbolbild). Früher durften sich die Einzelhändler in Fürth über insgesamt vier verkaufsoffene Sonntage freuen: zweimal während der Kärwa, beim Frühlingsmarkt und zum Fürth Festival. Doch damit ist dieses Jahr Schluss. Auf Druck der „Allianz für den freien Sonntag“ hatte die Stadt den 14. Juli (Fürth Festival) gestrichen. Den Gegnern der Sonntagsöffnungen reicht dies jedoch nicht aus. Sollte es bei den verbliebenen drei verkaufsoffenen Sonntagen zu keinen Änderungen kommen, droht die „Allianz für den freien Sonntag“ mit einer Klage gegen die Stadt Fürth. HBE-Bezirksgeschäftsführer Uwe H. Werner kann über diese Entwicklung nur den Kopf schütteln. „Verkaufsoffene Sonntage sind ein Attraktivitätsfaktor für die Kunden und damit ein Erfolgsfaktor für den Handel.“ Die durch solche Aktionen ausgelöste Planungs- und Rechtsunsicherheit bei Handel und Kommunen sei nicht nur in Fürth groß. Für die Einzelhändler sei es leider sehr viel schwieriger geworden, an einem Sonntag für ihre Kunden zu öffnen. Werner: „In Zeiten eines stetig wachsenden Online-Handels sind jedoch gerade Gemeinschaftsaktionen wie die verkaufsoffenen Sonntage ein wichtiges Signal nach außen.“ Neben einer guten Qualität von Produkten und Dienstleistungen wollen sich Konsumenten als Kunden in den Mittelpunkt gestellt fühlen. Das Zauberwort für mehr Umsatz heißt Kundenorientierung. Deshalb stand dieses Thema auch im Mittelpunkt einer gemeinsamen Veranstaltung des HBE-Bezirks Oberpfalz/Niederbayern und der Werbegemeinschaft Grafenau. Referent Josef Guggemos präsentierte den zahlreichen Zuhörern die Wünsche der Kunden. Guggemos: „Verkaufen ist Showtime!“. Der Kunde erwarte eine kompetente Beratung, einen fairen Preis, eine Win-Win-Situation sowie einen Wohlfühleinkauf mit Entertainment. „Schon die ersten drei Sekunden können dabei über den Verkaufsabschluss entscheiden“. Sympathie und Vertrauen zu erwecken und damit eine Beziehung zum Kunden aufzubauen seien das Nonplusultra eines erfolgreichen Verkaufsgesprächs, so Guggemos.

HANDEL DIREKT | JULI / AUGUST 2019 | #4 ■■Oberpfalz/Niederbayern Harmonische HBE-Jahrestagung REGIONAL 07 Im Mittelpunkt der diesjährigen HBE-Bezirksdelegiertentagung in Regensburg standen neben den obligatorischen Regularien wieder verschiedene einzelhandelsrelevante Themen. So wurde nach einem Jahr Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) eine Zwischenbilanz gezogen und das neue Berufsbild Kaufmann/-frau im E-Commerce vorgestellt. Weitere Schwerpunkte der Tagung waren das neue Verpackungsgesetz und das HBE-Siegel „Top-Geschäft“. Die große Resonanz gerade in Ostbayern zeige, so HBE-Bezirksvorsitzender Josef Achatz, dass der HBE mit dem neuen Qualitätszeichen „auf das richtige Pferd gesetzt“ habe. Achatz: „Mit dem Siegel können die ausgezeichneten Geschäfte zeigen, dass ihnen Qualität, Service und vor allem die Zufriedenheit ihrer Kunden wichtig sind.“ Auszeichnung mit der HBE-Ehrennadel (v.l.): HBE-Bezirksgeschäftsführer Günter Hölzl, HBE-Bezirksvorsitzender Josef Achatz, Bildungsbeauftragter Bernhard Jahn (Silber), Christine Koj (Ortsvors. Vilsbiburg, Silber), Gerhard Steinrücke (ehem. Ortsvors. Eggenfelden, Gold) und Wolfgang Holzapfel (Ortsvors. Abensberg, Gold). ■■Friedberg Digital sichtbar werden ■■München Rundes Jubiläum 40 Jahre bei der Galeria Kaufhof: HBE-Präsident Ernst Läuger (r.) gratuliert Eduard Schöwe (l.). HBE-Vizepräsident Eduard Schöwe konnte jetzt ein rundes Geschäftsjubiläum feiern: Seit mittlerweile 40 Jahren ist er bei der Galeria Kaufhof beschäftigt. 2003 wechselte er als Geschäftsführer an den Marienplatz. Dort ist der gebürtige Regensburger seitdem für den Bereich Personal/Organisation verantwortlich. HBE-Präsident Ernst Läuger gratulierte ihm zu seinem runden Jubiläum auf einer Feier im Kaufhof am Marienplatz. Läuger: „Eduard Schöwe ist ein Beispiel für großes Engagement und aufwändigen Einsatz für den Einzelhandel. Seine Mitarbeiter schätzen nicht nur seine fachlichen Kenntnisse, sondern insbesondere auch seine Geradlinigkeit, Sachlichkeit und seinen Humor.“ (v.l.): Michaela Pichlbauer (Rid Stiftung), HBE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff, Thomas David (Citymanager), Roland Eichmann (1. Bürgermeister), Renate Mayer (Aktiv-Ring), Johanna Seßler (Cima) und HBE-Bezirksgeschäftsführer Andreas Gärtner. Foto: Tom Trilges. Wie in ganz Bayern, so schöpfen auch die Einzelhändler in Friedberg noch lange nicht alle Möglichkeiten der zunehmenden Digitalisierung aus. Die Verbesserung der Online-Sichtbarkeit der stationären Händler soll jetzt aber in Angriff genommen werden. Möglich macht dies die Rid Stiftung, die mit ihrem Coaching-Programm diese Maßnahme finanziert. HBE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff: „Das Internet ist nicht nur Konkurrenz und Bedrohung, sondern auch eine große Chance. Auch in Friedberg muss der Handel noch weiter aufrüsten, damit er für seine Kunden auch im Netz auffindbar ist. Der Handel muss dort sein, wo seine Kunden sind.“ Auch in Friedberg müssten die Geschäfte für die Besucher der Stadt „online besser sichtbar sein“. Friedberg zählt zu den diesjährigen Gewinnern für ein Coaching-Programm der Rid Stiftung aus dem Förderbereich „Stadtmarketing“. ■■Krumbach Innenstadt soll attraktiver und lebendiger werden Mit dem Projekt „Stadt Up“ hat Krumbach gemeinsam mit dem Innenstadtmanagement vor Ort einen Wettbewerb der Geschäftsideen ausgerufen. Diese werden nach Kriterien der Wirtschaftlichkeit, Realisie­ „Eine tolle Idee!“ Andreas Gärtner, HBE-Bezirksgeschäftsführer rungswahrscheinlichkeit und Kreativität bewertet. Teilnehmer können sich bis zum 30. September 2019 bewerben. HBE-Bezirksgeschäftsführer Andreas Gärtner: „Ziel ist es, drei Geschäftsgründer in Krumbach mit Beratungsleistungen im Wert von 55.000 Euro zu unterstützen.“ Mit dem bundesweit einzigartigen Projekt soll der Branchenmix ergänzt und leerstehende Gewerbeflächen wieder reaktiviert werden. Dazu sucht die Stadt mit Hilfe der Cima branchenunabhängig junge Unternehmer (sog. Start-ups), aber auch bereits in anderen Kommunen aktive Unternehmer, die sich eine geschäftliche Ansiedlung in Krumbach vorstellen können. Gärtner: „Leerstände prägen zunehmend unsere Innenstädte. Dieser Trend hat auch vor Krumbach nicht Halt gemacht. Deshalb unterstützt der HBE dieses Projekt.“

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