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Handel direkt 1/2021

Handel direkt

STEUERERLEICHTERUNGEN Wie Sie in der Corona-Pandemie Ihre Steuerlast senken, erfahren Sie auf Seite 2. MASKENPFLICHT Alles über die aktuellen Regelungen finden Sie auf den Seiten 4 und 5. JANUAR / FEBRUAR 2021 | #1 Corona-Überbrückungshilfe Statt Umsatz Roh ­ ertrag nehmen Die Überbrückungshilfe kommt bislang nicht im Handel an. Der HBE fordert daher, dass sie sich nicht am Umsatz, sondern am individuellen Rohertrag der Betriebe orientieren sollte. Aus diesem Rohertrag müssen die Händler die Kosten für Personal, Mieten, usw. bezahlen. HBE-Finanzexperte Martin Wallner: „Rechnet man den Gewinnanteil von durchschnittlich fünf Prozent heraus, ergibt sich ein Fixkostenanteil von etwa 30-40 Prozent des Umsatzes. Dieser könnte pauschal als Betriebskostenzuschuss für die Schließungsphase ersetzt werden.“ Das wäre einfach zu berechnen und viel wirksamer. Pro Verkaufstag ergäben sich daraus für Bayern Ausgaben von 35 Millionen Euro. „Das ist vertretbar und auch erforderlich.“ Handel direkt gibt’s auch als E-Paper! Alle Informationen unter www.hv-bayern.de/handeldirekt HBE fordert Perspektive für den Handel und schnelle staatliche Hilfen Viele Händler in Existenzgefahr Den Lockdown einfach nur zu verlängern und keinerlei Perspektiven für eine Wiedereröffnung der Geschäfte zu präsentieren, ist zu wenig. Die Händler brauchen finanzielle Hilfen und klare Aussagen, wann sie ihren Betrieb wieder öffnen können. Die Corona-Krise stellt den Handel vor enorme Herausforderungen, wie es sie selbst während der Finanzkrise nicht gegeben hat. Betriebe bangen um ihre Existenz, ganze Branchen kämpfen um das Überleben. Die Folgen für den bayerischen Einzelhandel sind dramatisch und in ihrer letzten Konsequenz derzeit kaum abzuschätzen. Der vom Lockdown betroffene Einzelhandel verliert allein in Bayern jeden Tag rund 150 Millionen Euro Umsatz. Das werden viele Handelsunternehmen ohne Hilfe nicht überleben. Viele Betriebe haben ihr Eigenkapital aufgezehrt. Über 8.000 Händlern im Freistaat kreist der Pleitegeier und rund 25.000 Jobs im bayerischen Einzelhandel sind gefährdet. HBE-Präsident Ernst Läuger: „Die Verlängerung des Lockdowns ohne finanzielle Hilfe ist eine Katastrophe für den Handel.“ Der HBE hatte zusammen mit allen anderen Landesverbänden eine schnelle und spürbare Anpassung der staatlichen Unterstützung für die betroffenen Händler gefordert. Kurz vor Redaktionsschluss hatte die Bundesregierung endlich entsprechende Zusagen gemacht. Für rund 80 Prozent der betroffenen Einzelhändler reichen die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht aus. Das Jahr 2021 könnte für viele vom Wegen der mangelnden Unterstützung der vom Lockdown betroffenen Händler nehmen Ärger, Wut und Verzweiflung massiv zu. Denn für rund 80 Prozent der Betriebe reichen die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht aus. Foto: © Axel Bueckert - stock.adobe.com Lockdown betroffenen Handelsunternehmen in der Insolvenz enden. Mindestens 60 Prozent der Unternehmen in den Innenstädten stehen ohne weitere staatliche Hilfen vor dem Aus. Läuger: „Das Schlimmste können wir nur verhindern, wenn Minister Scholz die in Aussicht gestellten Überbrückungshilfen jetzt schnell bearbeitet und die Beantragungskriterien besser an die Lage des Einzelhandels anpasst.“ Ansonsten drohe das laufende Jahr für viele Handelsunternehmen und in der Folge auch für ganze Innenstädte zu einem absoluten Katastrophenjahr zu werden. Rückmeldungen betroffener Unternehmen zeigen ganz klar, dass die bisherigen Hilfen nicht ankommen. Dementsprechend pessimistisch blicken viele Unternehmen auf das gerade begonnene Jahr: Ein Viertel rechnet damit, dass sie ohne weitere staatliche Unterstützung im ersten Halbjahr aufgeben müssen. Die schlechten Zukunftsperspektiven erklären sich auch aus einem für viele Händler weit unter Normalmaß liegenden Weihnachtsgeschäft. Hohe Umsatzverluste im gerade für den Textil-, Schuh- oder Sportfachhandel überlebenswichtigen Weihnachtsgeschäft haben zahlreiche Unternehmen unverschuldet in eine prekäre Situation gebracht. Läuger: „Wir unterstützen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, die unter den Schließungen leidenden Unternehmen müssen wirksam unterstützt werden. Es ist ein Skandal, dass der Handel in der Krise weiter alleingelassen wird. Denn die in der Vergangenheit groß angekündigten Milliardenhilfen für den stationären Handel kommen nicht zur Auszahlung. Die Zeit der gebetsmühlenartig vorgetragenen Versprechen müsse jetzt vorbei sein, so Läuger. HERAUSGEBER Handelsverband Bayern e.V. Redaktion/V.i.S.d.P: Bernd Ohlmann – ©HBE, Erscheinungsweise: 2 mtl., Postfach 201342, 80013 München, T. 089 55118-115, www.hv-bayern.de HBE BEZIRKE ■ Oberbayern | München | 089 55118-0 | Fax 089 55118-163 | info@hv-bayern.de ■ Oberpfalz/Niederbayern | Regensburg | 0941 60409-0 | Fax 0941 798300 | oberpfalz-niederbayern@hv-bayern.de ■ Oberfranken | Bayreuth | 0921 72630-0 | 0921 72630-30 | oberfranken@hv-bayern.de ■ Mittelfranken | Nürnberg | 0911 24433-0 | 0911 208921 | mittelfranken@hv-bayern.de ■ Unterfranken | Würzburg | 0931 35546-0 | 0931 17127 | unterfranken@hv-bayern.de ■ Schwaben | Augsburg | 0821 34670-0 | 0821 36435 | schwaben@hv-bayern.de

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